Lebenskleidung – Meine erste Challenge

Falls sich jemand gefragt hat, ob es einen Grund gibt, aus dem ich jetzt so blitzschnell den Blog gestartet habe, nachdem ich mir doch ewig Zeit gelassen und immer noch keine Ahnung habe: ja, natürlich. Sonst wäre ich jetzt beim Yoga oder würde mit einem Freund einen guten Wein leeren. Aber ich bin neuerdings eine der glücklichen Probenäherinnen von Lebenskleidung und exakt heute ist Einsendeschluss für die Kreationen des ersten Stoffpakets. Ist natürlich total super und hilfreich, wenn Probenäher einen Blog haben. Kein Problem, mach ich das noch schnell. Voila! Ich brauch nur Deadlines, dann schaff ich alles.

Ich hab schon lange heimlich die Lebenskleidung Stoffe bewundert, denn sie sind nachhaltig produziert und das Unternehmen sitzt hier in Kreuzberg – aber erstens gibt es sie erst seit kurzem für Endverbraucher zu kaufen und zweitens sind Bio-Stoffe berechtigterweise immer eine ganz schöne Investition.

Mein Stoffpaket kam am 20. September. Marlene von Lebenskleidung schrieb mir dazu in einem Brief, ich würde mein pastelliges Wunder erleben. Und so sieht das Wunder aus, gewaschen und auf der Wäscheleine (da war es noch warm genug zum draußen Aufhängen).

Stoffe auf der Wäscheleine
Bunte Jersey Stoffe von Lebenskleidung

Drei Bio Stretch Jerseys (Grüne Olive, Wüstenrose, Maulwurfbraun) und ein Bio Single Jersey in Vanille.
Eine konkrete Aufgabe gab es nicht, ich durfte daraus einfach nähen, wozu ich Lust habe. Die Stoffe sind superschöne, weiche, leichte Jerseys und schreien eigentlich nach Sommershirts. Aber jetzt ist ja Herbst. Oder ist schon Winter? Shirts mit längeren Ärmeln also vielleicht, die sind bei mir sowieso Mangelware.

Sofort war mir klar, der Vanille Jersey wird ein Zumba Shirt. Passt supergut zu meiner Zumba Hose (das ist eine Velara von Schnittgeflüster) und wird bestimmt ein Lieblingsteil. Schnittmuster hab ich von einem Sportshirt aus meinem Schrank abgenommen und das Motiv auf T-Shirtfolie ausgedruckt und aufgebügelt. Ich bin gespannt, wie haltbar das ist, wenn ich damit Sport mache.

Maulwurfbraun fand ich solo ein bißchen langweilig und hab ihn nach Besichtigung meiner Stoffsammlung mit einem Glitzerstrick von Stoff und Stil kombiniert. Der Strick ist deutlich dicker als der Jersey, das ging zwar trotzdem zu vernähen, aber eine top Lösung ist es nicht, das muss ich ehrlich feststellen.

Grüne Olive ist eine schöne frische Farbe. Ich hab solche Grüntöne früher oft getragen, aber im Moment ist davon nix mehr im Kleiderschrank. Ein grünes schlichtes Shirt oder was mit Color Blocking? Ich hab ewig gebraucht, um mich zu entscheiden was aus dem Stoff wird und mag das Ergebnis, weiß aber noch nicht, ob ich es oft tragen werde. Für Business Termine kann ich mir das Outfit mit schwarzer Hose gut vorstellen, die habe ich aber nicht besonders häufig. Meine Mitbewohnerin hat das Shirt allerdings spontan als ihren Favoriten der Challenge auserkoren.(Schnitt Frau Aiko)

So und zu allerletzt hab ich mich mit der Wüstenrose beschäftigt. Alles was ins Rotspektrum gehört, von rosa bis aubergine, kleidet mich leider nicht vorteilhaft. Ich wollte schon kneifen und den Stoff einlagern, bis mir jemand einfällt, den ich damit benähen könnte. Aber last minute kam mir die Idee: Unterwäsche. Auf dem Stoffmarkt Holland hatte ich mir im Frühjahr 3 Meter Wäschegummi mitgenommen, konnte also direkt loslegen. Dass so ein Schlüppi 2 Meter davon verbraucht, hätte ich allerdings nicht gedacht und aus diesem Grund gibts erstmal kein passendes Hemd dazu, reicht nämlich nicht mehr dafür. Die Frage, ob ich wirklich in Unterwäsche im Internet sein möchte, hab ich mir tatsächlich erst beim Fotos machen gestellt. Ein Stillleben als Alternativfoto hat mich aber dann auch nicht so richtig überzeugt und jetzt muss ich da wohl durch.
(Freebook Ladyshorts)

Los geht´s!

Aller Anfang ist schwer
Wie lernt man eigentlich Bloggen?

Wenn´s schnell gehen muss, kann ich schnell sein. Und wenn ich nicht muss, dann kann ich auch schonmal fast 3 Jahre brauchen, um damit anzufangen, den ersten Blogartikel zu verfassen. Also genauer 2 Jahre und 9 Monate, seit die Domain holycows-berlin.de schon existiert. Und das Logo und so. Logos machen kann ich, ist mein Beruf. Nähen kann ich auch, das ist mein Hobby. Aber vom Bloggen – keinen Schimmer. Erstmal Fachliteratur besorgen: das Buch „Bloggst du schon?!“ aus dem Topp Verlag. Hübsch zum Durchblättern und überfordert nicht mit technischen Details, aber wie geht denn jetzt zum Beispiel WordPress? Hilft da vielleicht ein Volkshochschulkurs? Hab ich dann auch gleich gemacht, …ähm, im Januar 2015. Die guten Vorsätze zum Jahresanfang, kennt ihr. Rechts neben mir im Kurs saß eine Omi, die hat immer aus Versehen das Browserfenster geschlossen, obwohl sie gar nicht wusste, was ein Browser ist. Links neben mir saß Doreen von dna merch, die ist mit ihrer Seite schon lange online. Aber hey, Stress und Hektik ist ja auch ungesund. Jedenfalls war der Kurs ziemlich doof und keine große Inspiration für meinen Blogstart. Und dann wäre da noch mein Perfektionismus, der mir die ganze Zeit zuflüstert „mach das richtig geil, oder gar nicht“. Aber da pfeif ich jetzt drauf und mach ab sofort einfach mal learning by doing. Twenty Sixteen ist eine Notlösung, ich finde schon noch raus, wie das hier schön wird. Aber bis dahin, Augen zu und durch – oder: auf den Inhalt kommt es an!