Dasselbe in gelb

Nur noch wenige einzelne Kleidungsstücke, die nicht second hand oder selbstgenäht sind, finden den Weg in meinen Schrank. Unterwäsche und Strümpfe, klar, Funktionskleidung auch. Und Fair Fashion. Eins meiner Lieblingsteile habe ich letztes Jahr auf der Creativa in Dortmund gekauft. Von einem kleinen österreichischen Label für nachhaltige Mode – ZERUM

Ein Batwing Top aus superweicher Biobaumwolle, mit kleinen weißen Dreiecken bedruckt. I love it.

Und weil ich es so mag und so oft anziehe, lag der Gedanke nahe, dass ich mir das Shirt als Vorlage nehme und eine Kopie davon nähe. Ein easy-peasy Schnitt aus nur drei Schnitteilen. Aber ich wollte natürlich auch so einen Print darauf haben, der nur auf der Vorderseite ist und nicht auf den (angeschnittenen) Ärmeln.
Also selbst bedrucken!
Es sollten nicht nochmal Dreiecke sein, aber ein anderes Muster war schnell gefunden. Als Inspiration diente mir Cathrine Holm, eine norwegische Designerin, deren Motiv aus den 60er Jahren normalerweise Küchenutensilien ziert. Auf meinem Shirt stehen die auf dem Kopf und sehen aus wie Tropfen.

Inspirationsquelle: cathrineholm
Mein Entwurf

Am einfachsten wäre es gewesen, einen Stempel für das Motiv zu haben, hatte ich aber nicht. Ich weiß zwar, dass mein Hobbyplotter sowas machen kann, dafür benötigt man aber zusätzliches Material, das ich natürlich auch nicht hatte. Aber eine Freezerpaper Schablone sollte es auch tun. 

Schablone aus Freezerpaper mit dem Hobbyplotter (Silhouette Cameo) geschnitten

 

Fertig bedrucktes Shirt, die deckene Textilfarbe wurde mit einem kleinen Schwammpinsel aufgetupft

OK – es gibt schnellere Methoden ein Shirt herzustellen, aber dafür hab ich jetzt ein wahrhaftiges Unikat.

 

Und hiermit geht´s heute zu MMM

18 Gedanken zu „Dasselbe in gelb“

  1. Sehr, sehr cool! Da fällt mir ein, dass ich auch noch eine Rolle Freezerpapier im Schrank habe. Allerdings habe ich keinen Plotter. Bin ganz hingerissen von Deinem GELBEN Shirt! 🙂

    Liebe Grüße
    Karin aka Lina

    1. Das geht auch ohne Plotter, mit Skalpell und ruhiger Hand 😉 Du kannst das Motiv ja praktischerweise mit einem Drucker aufdrucken und dann von Hand schneiden. Probiers einfach mal!

    1. ja, die sagen dann immer alle „wow, sowas solltest du beruflich machen“. und ich nur so „aber keiner wird so viel bezahlen wollen, wie das kosten müsste“ – schade, aber ist so.

  2. Tolles Shirt und ich liebe es, wie du den weg von der Idee im Kopf zum fertigen Stück zeigst!

    Ich suche viel zu oft nach bestimmten Mustern auf Stoffen und denke dabei gar nicht daran, dass ich alle Materialien zum Selberdrucken auch da hab. Das mache ich jetzt auch mal! 🙂

    Liebe Grüße aus HH!
    Nora

  3. Du hast eine tolle Idee gehabt und die Umsetzung ist wirklich gelungen! Ich habe auch schon mal mit Folie Stoff bedruckt, aber eine ganz normale Bucheinbindefolie aus dem Schreibwarenladen genommen und das war nicht so praktisch. Aber dein Shirt ist echt toll geworden!
    LG Amely

    1. Freezer paper ist genial, das hat eine leicht beschichtete Seite, die am Stoff klebt, wenn man es aufbügelt, aber ganz einfach auch wieder abzuziehen ist. In den USA ein Haushaltsartikel, hier nur in onlineshops zu kriegen.

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