Zackzack Zickzack Mütze

Zu meinem schon hier gezeigten wunderschönen blau-weißen Ikat Loopschal fehlte eine passende Mütze, denn mit unzusammenpassenden Sachen geh ich nicht aus dem Haus. Damit ich den Loop also nicht nur im Wohnzimmer trage, musste eine Mütze her. (Eigentlich stricke ich zur Zeit an einem Alpaca Pullover, aber eine kleine Abwechslung schadet ja nicht.) Spontan ohne Anleitung hab ich mich für ein Zickzackmuster entschieden, weil die Kopfbedeckung auch ein bißchen Ikat Look haben sollte. Baumwollgarn, 4er Nadeln, das ging zackzack. Ruckizucki. Ratzfatz. Hach, hat die deutsche Sprache schöne Ausdrucksformen 🙂

  

Ich hatte das schnelle Mützenprojekt mit zu einem Besuch in Göttingen  genommen. Dummerweise aber nur eine Rundstricknadel und kein Nadelspiel eingepackt (im Nachhinein völlig unverständlicher Logikfehler) und musste in Göttingen neue Nadeln kaufen – ich besitze nun ein Nadelspiel aus Bambus! Strickt sich super damit. 

In Göttingen war ein riesiger Flohmarkt in einer alten Lokhalle. Ich trödelte so darüber um eventuell schöne Handarbeitsmaterialien zu finden, alte Stoffe, Spitzen, sowas. Und fand in der letzten hintersten Ecke einen Stand, der Omas Wollsammlung auflöste. Kisten über Kisten mit Wolle, Anleitungen und Co. Für insgesamt 4 Euro hab ich 3 Zeitschriften, 12 x 25g Wolle in gemischten Farben (war den Magazinen beigelegt) und 2 schöne Knäuel Mohair in naturweiß erstanden.

So, fertig mit Text – jetzt könnt ihr noch Bilder gucken. Und ich verlinke mich last minute beim Knit Along von Die Drei vom Blog, wo man noch mehr Wolle gewinnen kann. 

Für die Fotos sah das ziemlich cool aus mit der Jeansjacke. Für in echt ist mir das leider nicht warm genug. Im Frühjahr vielleicht… 

Verlinkt: Rums, Auf den Nadeln

Meine perfekte Jeans

Jetzt wollte ich es aber wissen. Nach den Schwierigkeiten mit der Paßform eines fertigen Jeansschnitts (wie im letzten Beitrag berichtet) hatte ich mir in den Kopf gesetzt, endlich eine perfekt passende Hose für meine Körpermaße hinzubekommen. Vor allem, weil Jeanshosen nähen wirklich ein Aufwand ist, der sich nur lohnt, wenn man das Resultat auch gerne trägt. Und – wozu näht man denn – wenn nicht auch deshalb, dass man sich die Kleidung auf den Leib schneidern kann? Ich wollte auch verstehen, WAS ich denn an einem gekauften Schnitt anpassen muss, um dahin zu kommen, dass es passt und solche Aktionen wie „überall ein paar cm wegnähen bis es halbwegs geht“ der Vergangenheit angehören. 

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Jeans ohne Stretch auf Probe

So. Ein weiterer Punkt in meiner Nähbloggerkarriere ist abgehakt – ich habe ein neues Schnittmuster vor seiner Veröffentlichung probegenäht. Es war sehr interessant, mal hinter die Kulissen zu schauen, wie sowas abläuft, aber ich glaube eher nicht, dass ich in Zukunft zur fleißigen Riege der Probenäherinnen zählen werde. Denn außer dem Nähen selbst geht da auch noch ganz schön Zeit für die „Nähgruppe“ auf facebook drauf und wenn man fertig ist, zeigen alle am gleichen Tag den gleichen Schnitt beim RUMS. Ich bin als Leser ja oft dadurch gelangweilt, wenn ich so viel vom selben zu sehen bekomme. In dem Fall ist es dennoch ganz spannend, denn wir haben eine Jeans genäht, ein Kleidungsstück, das ja doch fast jeder trägt und daher vielleicht auch viele anspricht. Und Bestandteil der Arbeit, sich eine passende Jeans zu nähen, ist die Anpassung an die persönlichen Maße. Das ist ein Grund dafür, dass total unterschiedliche Hosen mit diesem Schnitt entstanden sind. Ein weiterer ist die Kreativität der Nährunde: einige haben ihre Hosen auch noch gebleicht, mit Sandpapier bearbeitet oder Sprayfarbe benutzt oder sich eigene Stickmotive für die Gesäßtaschen ausgedacht. Richtig coole Dinger dabei.

Ich bin derweil nur mit meiner „Probehose“ am Start. 

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Refashioners 2017 – Teil 2

Puh, das war am Ende ne knappe Sache und hat noch eine Nachtschicht erfordert, aber ich habs „gerockt“ und jetzt bin ich fertig mit dem kompletten Anzugs-Umstyling für die internationale Näh Challenge „The Refashioners 2017“.

Eine superknappe Sache war auch der Umfang der Jacke, aus der nun ein Rock geworden ist – dank des Belegs, den ich noch rausklappen konnte, hab ich gerade so einen Rock herausbekommen. Dass ich den ohne Baucheinziehen und Luftanhalten überhaupt tragen kann, ist dem leichten Elasthananteil des Anzugs zu verdanken. Am Po hätte ich tatsächlich so 2-3 Zentimeter mehr Stoff vertragen können, das ist schon echt knackig.  „Refashioners 2017 – Teil 2“ weiterlesen