Post von der Nähtante

Wegen Social Distancing fiel dieses Jahr ein Familientreffen zu Ostern aus. Ich hab das lange Wochenende dann genutzt, um für Neffen und Nichte hübsche Sachen zu nähen, die sich am Dienstag nach Ostern auf eine lange Postreise gemacht haben. Ich weiß, die Paketdienste sind überlastet, aber dass es sage und schreibe 10 Tage dauern kann, bis kleine Pakete (genau genommen Maxibriefe) zugestellt werden, ist schon Rekord. Ich freu mich aber, dass alles doch noch angekommen ist und nichts verloren ging. Denn das wäre doch schade gewesen.

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Upcycling Stories #6 – Frau Patchwork-Frida

Eigentlich hatte ich ein ganz anderes Outfit geplant für den heutigen Me Made Mittwoch im April. Und dieses Top hier hab ich schon vor zwei Wochen genäht. Als ich noch mit Elan und „mir-doch-egal-ob-ich-zu Hause-bleiben-muss“-Attitüde Projekte auf meine gedankliche Liste setzte und mir kaum ausmalen konnte, wie viel ich vor lauter StayAtHome Zeit so alles produzieren würde. Kam aber nicht dazu. Eigentlich hat sich in meinem Leben nicht viel geändert – ich bin ja sowieso die meiste Zeit im Home Office. Was für mich wegfällt, ist mein Freizeitbereich und das damit verbundene Sozialleben. Mitbewohner habe ich auch keine mehr, nicht mal eine Katze (Silberfische, Mehlmotten und Spinnen zählen nicht als Mitbewohner, oder?). Die rasanten Entwicklungen haben mir daher ein bißchen zugesetzt und ich habe dann doch einige Zeit damit verbracht, mich über das Virus und was die Experten dieser Welt darüber zu wissen glauben, zu informieren, um zu verstehen, warum ich eines morgens im März in einer Diktatur aufgewacht bin. In der mich die Polizei von einer Parkbank vertreiben und demnächst auch noch Bußgeld kassieren darf, sofern ich mich wage, darauf zu setzen. So ganz überzeugt bin ich nicht von der Radikalität der Maßnahmen und beobachte interessiert den schwedischen Weg, in der Hoffnung, dass er sich als erfolgreich erweist und wir ihm vielleicht auch bald folgen können. Versteht mich nicht falsch, ich nehme das schon Ernst, jedoch ist mir Hysterie grundsätzlich fremd und übervorsichtig und ängstlich war ich auch noch nie. Das mag ich mir jetzt auch nicht mehr angewöhnen in meinem Alter, ich bleib bei meinem realistischen Optimismus. Der sagt mir, das wird schon alles für irgendwas gut sein – für was, sehen wir dann später. Zum Beispiel fand ich ja ziemlich doof, dass mein Friseur mir die Haare zu kurz geschnitten hat. Aber jetzt bin ich froh, dass ich so schnell nicht wieder hin muss….

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Upcycling Stories #5 – Eine Boro Jeans für die Ewigkeit

Dieses spezielle slow fashion Projekt begleitet mich schon das ganze Jahr über. Es stand bereits auf meiner #makenine2019 Liste und ist nun immerhin das dritte Teil, das ich von dieser Liste abhaken kann… (ups. Noch zweieinhalb Monate für 6 verbliebene Projekte – das wird knapp). Dann war es Teil meiner geplanten Winter Capsule Wardrobe und ich habe auch im Februar ganz enthusiastisch damit angefangen und eigentlich fast fertig gestellt.

Inpirationsbild, Quelle: Pinterest

Meine Inspiration war ein Modell von Ralph Lauren, so wie abgebildet konnte man die Hose als Neuware wohl kaufen. Schon irgendwie verrückt oder? Dass man eine neue Hose kauft, die aussieht wie heißgeliebt und zerschlissen, gestopft und geflickt und handbestickt….

Eine verwaschene und evtl. zerlöcherte Hose, die mir noch passt, hatte ich leider nicht. Aber in einem der vielen Second Hand Läden im Kiez bin ich fündig geworden. Kein Ralph Lauren Modell, aber Tommy Hilfiger. Egal, Hauptsache Designer 😉

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Upcycling Stories #4

Wie das Muster genäht wird, könnt ihr bei Ashbee Design nachlesen

Uff. Ein Ufo ist punktgelandet. Das Projekt Patchworktasche lag so lange unvollendet herum, dass ich nicht mal mehr weiß, wann ich damit angefangen habe. Ich weiß nur, dass ich die Idee mit dem Rautenpatchwork von einem Kissen geklaut hatte, das ich mal für eine Freundin aus ihren alten Jeans genäht hatte.

Für die Tasche hab ich das Muster dann einfach nur versetzt und nicht als Zickzack aneinander genäht. Die Patchwork Panel waren fertig, die Außentasche auch schon mit Boden und Seiten zusammen genäht, nur das Futter und die Klappe haben noch gefehlt, da fiel mir ein, dass ich gerne eine Möglichkeit hätte, die Tasche auch als Rucksack zu tragen. Die Technik hatte ich bei meiner Laptoptasche schonmal angewendet, allerdings braucht man dafür D-Ringe an beiden Seiten des Taschenbodens. Und ich war zu faul das aufzutrennen… weshalb ich das Projekt beiseite gelegt hatte.

Wow, wenn ich mir das so angucke – echt toll.
Warum hab ich die denn nicht längst fertig gemacht?!
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DIY Geschenke

In meinem Kopf und Nähzimmer rattert es gerade schon fleißig – ich arbeite nämlich an meiner Winter Capsule Garderobe. Im Gegensatz zu meinem Zufallsergebnis im Sommer habe ich mich diesmal wirklich hingesetzt und geplant, was ich brauche, anziehen werde, auch gut zusammen passt und werde dabei nur den Stoff-Vorrat verwenden, der schon im Schrank liegt. Klingt super oder? Ich bin auch ganz motiviert.

Dazu später noch mehr, aber jetzt zeig ich erstmal noch meine Arbeit aus dem Dezember – das waren jede Menge Geschenke! Vor Weihnachten kann man das ja nicht zeigen, wegen geheim und so, und nach Weihnachten geht dann immer so schnell rum, schwupps ist Ende Januar. Aber nach Weihnachten ist vor Weihnachten. Wissen wir ja und deshalb kann man nicht früh genug mit den Planungen fürs nächste Fest anfangen 😉

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Scheibenkleister! Kleid ruiniert?

 

Mit Kleister und Kleber sollte man vorsichtig hantieren und vor allem auf seine Kleidung aufpassen. Lernt man schon im Kindergarten. Was mich neulich nicht davon abhielt, schnell schnell den Schuhkleister Pott rauszuholen (weil ich die kleine gut dosierbare Textilklebertube auf die Schnelle nicht fand) nur um die kleinen Alien-Augen aus Leder auf der Alienmütze aufzukleben. Also, gut geklebt hat das Zeug ja – aber leider hab ich nen fetten Klecks auf mein Jeans-Sweat Kleid abbekommen, den ich dann noch schnell großflächig durch panisches Rubbeln darauf verteilt habe. Trotz sofortigem Einweichen des Kleids, anschließender Behandlung mit Nagellackentferner, Kernseife, Zitrone und allem was ich finden konnte – nö. Das Zeug ging nicht mehr raus. Abkratzen und Schrubben half auch nicht, das hat nur dazu geführt, dass der Stoff  kaputt ging. So ein Scheibenkleister – das schöne Kleid!

Unten sieht man sie noch prima, die Kleberflecke – oben hab ich aber super weggerubbelt! 😉

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The Refashioners 2018 – Teil 2

Was ist am 31. Oktober – außer Halloween?! Die Deadline für den Nähwettbewerb „The Refashioners 2018„. Natürlich bin ich auch dieses Jahr wieder erst auf die letzte Minute fertig geworden, aber so bin ich nun mal und halte es mit fast allem nach dem Motto

Ein gutes Pferd springt knapp.

Denn schneller zu sein als nötig, bringt ja hier ohnehin gar keine Punkte!

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The Refashioners 2018 – Teil 1

Ich bin wieder dabei – bei „The Refashioners„. Meinen Zweiteiler vom letzten Jahr trage ich übrigens sehr gerne, sowohl als Kombi, als auch einzeln. 

Dieses Jahr lautet das Motto „Inspired by“ und ich hatte die freie Wahl, mich von was auch immer inspirieren zu lassen – um es dann als Refashion-Projekt umzusetzen. Ich hatte schnell die Idee, irgendwas mit Spitzen zu machen, wofür man alte Tischdecken, Gardinen, etc. verwenden könnte. Hier meine Inspirationen (Fotos sind von Anthropologie):

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Upcycling Stories #3 – Top aus alter Bluse und Stoffresten

Oha, Anfang des Jahres hatte ich große Pläne – aber meine Upcycling Stories haben tatsächlich schon seit Februar kein Update mehr bekommen. Ein Denim Taschen-Ufo wartet schon seit Monaten auf seine Vollendung und die Re-Fashioners Challenge 2018 steht vor der Tür. Ich muss mal schauen, ob mir zum diesjährigen Thema was einfällt, denn es ist kein Ausgangsmaterial vorgegeben, wie letztes Jahr der „Suit“ sondern man wird aufgefordert sich ein Outfit zu suchen von dem man besonders inspiriert ist – z.B. vom Laufsteg, roten Teppich oder aus einem Film. Die Aufgabe ist dann, sich dieses Outfit aus alter Kleidung zu kreieren – das Motto 2018 lautet „Inspired By“. Bevor im Oktober der Wettbewerb für alle eröffnet wird, stellen im September ausgewählte Blogger aus aller Welt ihre Interpretationen vor, eine davon ist die Wahlberlinerin Damar Rivillo, eine sehr kreative Upcycling Expertin, der ich auf Instagram schon länger bewundernd folge. Vor allem ihre stop-motion Verwandlungsanimationen sind sensationell. 

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Spitzenwetter – Spitzenideen

Weil ich mir mit zwischen dem letzten und vorletzen Blogpost etwas viel Zeit gelassen habe, mache ich es wieder gut und schreibe heute gleich wieder einen! 

Mein Stoffstapel mit Sommerprojekten ist recht groß, also Zeit ihn etwas abzubauen! Luftige Tops kann man gerade nicht genug haben, also habe ich mir eine ganz zarte gestreifte Baumwolle geschnappt, die ich aus Japan mitgebracht habe. Pinterest hat beim Inspiration suchen so viele schöne Ideen für hellblaue Streifentops ausgespuckt, ich konnte mich kaum entscheiden. Besonders süß finde ich die Kombi mit Spitze oder Stickmotiven. 

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