Check it out now!

Markenkleidung, vor allem übertrieben teure, hat mich noch nie interessiert. Außer vielleicht als Teenager, als es Levi´s Jeans sein mussten. In der Schule trugen die modebewussten Mädchen karierte Benetton Strickpullis, die fand ich, naja, ziemlich spießig. Hab mir dann (ganz und gar unspießig) lieber selbst welche gestrickt, oder genäht. Besonders cool fand das damals aber auch keiner. Ich lebte in der hessischen Provinz, auch nach meiner Schulzeit noch für einige Jahre und das dortige Angebot an Stoffen war ziemlich überschaubar. Ein Stoffladen mit Regalen voller „nix dabei, dafür teuer“. Außer Kurzwaren vielleicht. Dann gab es diverse regionale Restpostenmärkte und einen Laden, der Produktionsüberhang eines lokalen Bekleidungsunternehmens verkauft hat. Vermutlich hat mein heutiger Hosenstoff dort den Weg zu mir gefunden, man nimmt dann aus Verzweiflung nämlich irgendwann alles, was einem so halbwegs gefällt. Der „Designer Glanz „, der Hauch von London, Glamour und High Street Fashion war zu verlockend, wenn man ihn in der Kleinstadt vorfindet. So war das früher, wir hatten ja nichts 😉

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Topform

Am Anfang war der Plan, aus meinem kostbaren Leinenstoff mit gelbem Hahnentrittmuster, den ich in Kyoto als Rest ergattert habe, ein Top mit Rüschenärmeln zu nähen. Sowas hier ->

In meinem Blogbeitrag über meine Nähpläne Ende Februar hatte ich dafür auch schon ein Schnittmuster vorgesehen, das Ruffle Sleeve Top, ein Freebook vom Peppermint Magazine. Lediglich den Ausschnitt wollte ich anpassen, denn V-Ausschnitte sind nicht so meins.

Da Ruffle Sleeve Top hat eigentlich einen V-Ausschnitt, aber das lässt sich ja problemlos ändern.

Weil ich den guten Stoff nicht versauen wollte, hatte ich mir überlegt, ein (eventuell auch tragbares) Probemodell anzufertigen. Dafür fand sich ein schon altertümlicher Stoff, ein ganz leichter Baumwollbatist, der seit einem guten Jahrzehnt bei mir herumliegt. Wahrscheinlich vom Maybachufer, ich weiß es aber nicht mehr. Blumenmuster find ich eigentlich schön, aber an mir… konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen, außer als Futterstoff. Ich näh aber eigentlich nie was gefüttertes 😉 Also – warum nicht den Schnitt damit testen, ich dachte, das könnte das was werden, was ich vielleicht sogar anziehen würde.

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Leinen los!

Im Sommer gibt es keinen angenehmeren Stoff als Leinen, denn er hat eine kühlende Wirkung und transportiert Schweiß besonders schnell ab. Ich liebe Leinenhosen, gerne mit weiten Beinen. weil sie wirklich angenehm bei Hitze sind. Oberteile aus Leinen sind ein bißchen problematisch, denn der Stoff ist bekannt fürs Knittern, das finde ich bei Hosen noch halbwegs ok, aber Tops und Blusen… hm. Davon abgesehen, dass ich auch viel lieber elastisch-bequeme Oberteile trage als Blusen aus Webstoffen. Die Lösung lautet: Leinenjersey! Leider findet man den nicht an jeder Ecke und ich greife deshalb immer gern zu, wenn mir sowas mal begegnet.

Meine Stoffschätze aus Leinen (und Hanf)
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Hallo I bims, Felicia

Das Gute an den Namen für Schnittmuster ist ja, dass man sie sich gut merken kann und man sich unter Nähnerds auch darüber austauschen kann… z.B. ist die Frage, ob man schon eine Frau Frida oder Frau Ava genäht hat schon fast eher eine rhetorische, auf jeden Fall sind die meisten deutschsprachigen #sewersofinstagram und Nähbloggerinnen im Bilde, worüber man spricht.

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Mona und Nicki

Es gibt Projekte, die verweilen sehr sehr lange auf meiner Nähliste, bis ich sie dann endlich umsetze – dazu gehörte bei mir diese Fake Wildlederjacke. Der Nickistoff ist schon ewig in meinem Schrank, ich weiß es nicht ganz sicher, aber ich glaube er gehörte zu den ältesten Schätzen dort. Ob er beim Kauf eine Bestimmung hatte weiß ich nicht mehr, aber dass er ein Motojacket werden soll, hab ich schon vor ca 3 Jahren fest entschieden. Ich hatte verschiedene Schnitte aus diversen Magazinen, wie z.B. dieses Burdamodell, weswegen ich damals extra das Heft gekauft hatte. Aber „Masterpiece“…. hm, die Muße dafür hat mir immer gefehlt.

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#12ausdemStoffregal – Perfect Match

Zum Monatsthema von #12ausdemStoffregal bei Tweed & Greet hatte ich die Idee, auf die Suche nach dem perfekt passenden Futterstoff zu meiner UFO Bomberjacke aus kupferbraunem Satin zu gehen. Die liegt zugeschnitten herum, seit ich den Schnitt gebastelt und bereits eine andere Version genäht habe in… 2016? Inzwischen war in mir nämlich die Idee gereift, dass das ein Wendeblouson werden soll. (Ist ja egal, dass schon Belege zugeschnitten und mit Einlage bebügelt sind) 😉

Solche Modelle gibt bzw gab es von American Eagle, deren Modellfoto ich mit Photoshop in die annähernd richtige Farbe verwandelt habe…
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Herrera Sweater mit Struktur

Winterzeit ist Pullizeit. Als ich im Herbst den Herrera Mantel genäht habe, hatte ich mir schon überlegt, dass ein Pulli mit solchen Ärmeln (die ich einfach mega schön finde) und Stehkragen auch bestimmt gut aussieht. Natürlich muss der Stoff passen: etwas Stand haben, aber trotzdem pullitauglich sein. In meinem Stoffschrank sind im Herbst 3 Baumwollstricks gelandet vom Maybachufermarkt, ich musste da einfach zuschlagen, weil mir selten so günstig solche Stoffqualitäten begegnen. Einer davon ist ein schlichter weißer Rippstrick. Perfekt für mein Patternhack Projekt.

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