Neue Lieblingsjeans

Vor einiger Zeit hatte ich mich ja ausführlich mit der Konstruktion von Hosenschnitten beschäftigt und eine Jeans nach Maß erstellt. Die hat mir super gut gefallen, tut sie auch noch, aber wisst ihr, wie unbarmherzig eine Maßjeans aus Denim OHNE Stretch ist, sobald man auch nur 1-2 kg mehr wiegt, als zum Zeitpunkt des Maßnehmens? Da mein Gewicht durchaus auch mal um 3-4 kg schwankt, ist diese Hose deshalb leider keine Lieblingshose geworden. Schade, sie hätte es verdient. Aber dauerhafte Gewichtskontrolle der Hose zu Liebe ist jetzt auch keine wirkliche Alternative. Ich trag sie auch ab und zu, wenn ich darin Luft kriege.

Ich hatte zunächst vor, den Schnitt, dessen Erstellung ja nun viel Arbeit gemacht hat, einfach aus Stretchstoff nochmal zu nähen, aber dann ist mir eingefallen, dass das wohl zu einfach gedacht ist – und ich den Schnitt vermutlich entsprechend der Dehnbarkeit des Stoffs anpassen müsste. Aber wie und was ändern? Wie man gradiert, weiß ich leider nicht und einfach ohne Nahtzugabe zuschneiden an den entsprechenden Stellen schien mir auch ein bißchen riskant.

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Upcycling Stories #1 – Denim Patchwork Sweater

Immer im Januar hab ich den Drang zum Ausmisten. Aber ich bringe es nicht gut fertig, Kleidung weg zu schmeißen. Sogenannte „Kleiderspenden“ Container sind leider keine gute Lösung. Denn der größte Teil der dort gespendeten Kleider wird verkauft, exportiert und richtet in den Zielländern ziemlichen Schaden am einheimischen Textilgewerbe an. Zum Teil sind diese Container sogar illegal aufgestellt und dienen einzig den kommerziellen Interessen einer undurchsichtigen Müllmafia.

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Meine perfekte Jeans

Jetzt wollte ich es aber wissen. Nach den Schwierigkeiten mit der Paßform eines fertigen Jeansschnitts (wie im letzten Beitrag berichtet) hatte ich mir in den Kopf gesetzt, endlich eine perfekt passende Hose für meine Körpermaße hinzubekommen. Vor allem, weil Jeanshosen nähen wirklich ein Aufwand ist, der sich nur lohnt, wenn man das Resultat auch gerne trägt. Und – wozu näht man denn – wenn nicht auch deshalb, dass man sich die Kleidung auf den Leib schneidern kann? Ich wollte auch verstehen, WAS ich denn an einem gekauften Schnitt anpassen muss, um dahin zu kommen, dass es passt und solche Aktionen wie „überall ein paar cm wegnähen bis es halbwegs geht“ der Vergangenheit angehören. 

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Jeans ohne Stretch auf Probe

So. Ein weiterer Punkt in meiner Nähbloggerkarriere ist abgehakt – ich habe ein neues Schnittmuster vor seiner Veröffentlichung probegenäht. Es war sehr interessant, mal hinter die Kulissen zu schauen, wie sowas abläuft, aber ich glaube eher nicht, dass ich in Zukunft zur fleißigen Riege der Probenäherinnen zählen werde. Denn außer dem Nähen selbst geht da auch noch ganz schön Zeit für die „Nähgruppe“ auf facebook drauf und wenn man fertig ist, zeigen alle am gleichen Tag den gleichen Schnitt beim RUMS. Ich bin als Leser ja oft dadurch gelangweilt, wenn ich so viel vom selben zu sehen bekomme. In dem Fall ist es dennoch ganz spannend, denn wir haben eine Jeans genäht, ein Kleidungsstück, das ja doch fast jeder trägt und daher vielleicht auch viele anspricht. Und Bestandteil der Arbeit, sich eine passende Jeans zu nähen, ist die Anpassung an die persönlichen Maße. Das ist ein Grund dafür, dass total unterschiedliche Hosen mit diesem Schnitt entstanden sind. Ein weiterer ist die Kreativität der Nährunde: einige haben ihre Hosen auch noch gebleicht, mit Sandpapier bearbeitet oder Sprayfarbe benutzt oder sich eigene Stickmotive für die Gesäßtaschen ausgedacht. Richtig coole Dinger dabei.

Ich bin derweil nur mit meiner „Probehose“ am Start. 

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Skinny Jeans im zweiten Frühling

Eigentlich bin ich kein UFO (unfertige Objekte) Typ. Wenn ich ein Nähprojekt anfange, ziehe ich das durch bis es fertig ist – ich will das ja schließlich anziehen! Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, ungefähr 3 UFOS liegen bei mir rum. Eine Tasche, die noch kein Innenfutter hat, ein zugeschnittener Blouson und ein Babyshirt (nicht für mich). Das 4. UFO ist heute gelandet und es ist: eine pastell-mint-grüne Skinny Jeans. „Skinny Jeans im zweiten Frühling“ weiterlesen