Fake Jumpsuits (2teilige Overalls)

Lange hab ich das Modethema Jumpsuit komplett ignoriert. Ich bin da zwiegespalten und so ein Ding kann echt super aussehen, aber ganz schnell auch total peinlich (Schlafanzug). Und dann sind sie halt einfach mal mega unpraktisch. Als mich eine Freundin um Hilfe mit dem Reißverschluss ihres Overalls bat, damit sie dann mal zur Toilette gehen kann, war mir eh klar – neee, sowas will ich nicht haben. 

Trotzdem, immer wieder fielen mir schöne Versionen wie diese hier ins Auge und die Nähzeitschriften brachten in jeder Ausgabe neue Modelle. Also – doch mal versuchen? Ich gestehe: ich bin tatsächlich erstmal in einen Modeladen und hab einen anprobiert, um zu sehen ob mir das überhaupt steht 😉 Ich bin ja nur 1,63 groß, finde aber dass die Overalls an großen schlanken Frauen besonders gut aussehen.

Trotz all der vielen Schnittmuster fand ich irgendwie nicht das Richtige für mich in den Zeitschriften und habe dann einfach improvisiert. Der Velara Overall von Schnittgeflüster war meine Grundlage. Super gefiel mir die Flexibilität von diesem Schnitt, der verschiedene Oberteil-Kombinationen und eine Version mit kurzer Hose beinhaltet. 

Es gab davon auch Nähbeispiele, bei denen Ober- und Unterteil aus unterschiedlichen Stoffen genäht wurde, so dass man dann nicht mal sieht, dass es ein Overall ist. YES! Da war mein Heureka Moment: wozu muss ich denn Ober- und Unterteil zusammen nähen – das können doch zwei Teile sein! Viiiiiiel praktischer! Und auch noch tausend mal besser kombinierbar, denn man kann Hose und Top auch einzeln tragen.

Hier nun mein erster und einziger echter FAKE-Jumpsuit (genäht im letzten Sommer). Aus toll fallender Viskose in Nachtblau mit Schmetterlingen vom Maybachufer. Es gibt sogar noch ein anders geschnittenes Top dazu, leider hab ich das nicht fotografiert. Muss ich mal nachholen. Das was ich fotografiert hab ist eine Diana Cami von Spit up and Stilettos (das Label existiert leider nicht mehr)
      

Und wie schon gesagt – super auch einzeln tragbar.

      

Und weil ich das Outfit sofort mochte und der Hosenschnitt sowieso gleich noch drei mal genäht wurde, entstand noch ein zweiter Fakesuit. Diesmal nicht aus durchgehend gleichem Stoff, aber ich hatte einen Jersey und einen Hosenstoff in nahezu identischem Royalblau, ich finde das geht gerade so durch. Als Schmuckelement hab ich der Schulterpartie vom Top hinten einen gemusterten Stoff verpasst. Und die Hose hat Fake Taschenklappen (also echte Klappen aber keine Taschen). 

Ich bin mal wieder ein bißchen spät dran für den heutigen RUMS und reihe mich irgendwo jenseits des 200sten Beitrags ein. Vielleicht schaut ja trotzdem noch jemand rein, würde mich freuen! 😉