Spitzenwetter – Spitzenideen

Weil ich mir mit zwischen dem letzten und vorletzen Blogpost etwas viel Zeit gelassen habe, mache ich es wieder gut und schreibe heute gleich wieder einen! 

Mein Stoffstapel mit Sommerprojekten ist recht groß, also Zeit ihn etwas abzubauen! Luftige Tops kann man gerade nicht genug haben, also habe ich mir eine ganz zarte gestreifte Baumwolle geschnappt, die ich aus Japan mitgebracht habe. Pinterest hat beim Inspiration suchen so viele schöne Ideen für hellblaue Streifentops ausgespuckt, ich konnte mich kaum entscheiden. Besonders süß finde ich die Kombi mit Spitze oder Stickmotiven. 

  

Da ich keine Stickmaschine habe, blieb mir ja nur die Spitzenidee. 😉
Flugs bin ich nochmal auf der tollen kostenlosen Schnittmustersammlung von „Oh! Mother Mine DIY“(spanische Tutorials) stöbern gegangen, (die ich bei meinem Viskosetop über YouTube gefunden hatte) und hab mich für dieses Modell mit zur Schleife gebundenen Trägern entschieden. Der Schnitt kam mir recht weit vor und ich hab daher den vom Viskosetop zum Vergleich aufgelegt und tatsächlich um 2-3 Zentimeter verschmälert. Wie beim anderen Top auch, habe ich außerdem in der Weite die Größe S und in der Länge die L zugeschnitten. 

Mein Stoff war tatsächlich so dünn, dass das vorgesehene halbe Futter nicht funktioniert hat, man hätte den Unterschied zum ungefütterten Teil nämlich stark durchgesehen. Also hab ich das Schnittmuster komplett gedoppelt und damit es kein Mustermoiré gibt für das Futter einen ebenso dünnen Ikea Gardinenvoile in cremeweiß aus dem Fundus verwendet. Doch sogar die Nahtzugaben sieht man durch und machen aus dem Streifenstoff ein Karo 😉

Die Träger hab ich absichtlich viel schmaler gemacht als im Schnitt, ich fand das passender zu der Spitze. Und die hatte ich auch im Fundus, einst erstanden auf dem holländischen Stoffmarkt. 

Kennt ihr das, wenn man sich dann so vorstellt, wie man das neu genähte Kleidungsstück stylen könnte und womit das zusammen passt, dass sich da neue Projekt auftun? Eine abgeschnittene abgewetzte Jeans wär nämlich toll dazu, die vielleicht auch noch mit Spitze aufgehübscht ist – sowas hab ich aber nicht. Aber alte Jeans, jede Menge… 

Aber ist ja nicht so, dass ich sonst nichts passendes Anzuziehen hätte:

Das Top ist hinten tiefer ausgeschnitten als vorne und insgesamt an Luftigkeit kaum zu überbieten. 

Eigentlich lag ja schon das abgepauste Schnittmuster und der gewaschene Stoff für eine schwarze dünne Viskoseshorts auf dem Tisch…. nun, man muss die Dinge nähen, wie sie kommen. 

Ich „brauche“ jetzt erstmal abgeschnittene Jeans Shorts. Der Stapel alter Jeans ist groß, aber leider leider sind die ja alle deshalb dort gelandet, weil ich nicht mehr reinpasse. Da nutzt auch das Abschneiden von Hosenbeinen nix (leider). Aber nach nochmaligem gründlichem Durchsortieren des Kleiderschranks fiel mir meine Maler- und Gärtnerjeans in die Hände. Na gut, dann die! Die sitzt jetzt zwar leider nicht grad luftig, aber geht zu 😉 

Die Jeansshorts war ein easy Projekt, schnippschnapp Beine ab (vorn etwas kürzer als hinten, hab ich mir von ner gekauften abgeschaut). Die Seitennähte ein Stück aufgetrennt, Nahtzugabe doppelt eingeschlagen und an die Vorderbeine jeweils ein Baumwollspitzenband mit angesteppt. Die Spitze hätte nicht gereicht für umlaufend, aber mir gefällt es so tatsächlich auch ganz gut. 

Vorstellung und Realität können ja schonmal auseinanderklaffen. Und ich musste verwundert feststellen, dass meine Spitzenidee ja ganz nett geworden ist. Aber nett ist bekanntlich der kleine Bruder von Scheiße. 

Viel besser gefällt mir meine neue alte Jeans mit diesen Looks:

OT: Schade dass ich die schönen 70er Plateau Sandalen nur auf Fotoshootings tragen kann, die machen so schön lange Beine 😉 Aber laufen? Nope.

Auch das Top ist schicker in den anderen Styles. Tja, so kanns gehen. Und falls es nächste Woche immer noch so sommerlich ist, kommt die schwarze Viskoseshorts dran. Wenn nichts dazwischen kommt. 

Schnitte:
Streifen-Spitzen Top: Oh Mother Mine DIY, abgewandelt
Weiße Hose: Mikkaela, Schnittgeflüster
Paperbag Waist Skirt: Pinalina Tutorial
Sweatdenim Shorts: Julika, Prülla
Top mit Schmetterlingen: Diana Cami, Spit up & Stilettos (gibts nicht mehr)

Verlinkt: Sew la la, Du für dich, Upcycling Linkparty

Frau Frida in Portugal

Frau Holycows macht Urlaub. So halb zumindest. Da ich mit meinem Beruf nämlich ortsunabhängig arbeiten kann (und auch muss, wenn ich Geld verdienen möchte), ist das, was ich gerade hier an der Algarve mache, eine „Workation“ (Work & Vacation). 3,5 Wochen Portugal. Yes! Bekloppt wie ich bin, konnte ich mir nicht vorstellen so lange unproduktiv zu bleiben und hab meine Nähmaschine eingepackt (die hier). Ins Handgepäck 🙂 (für Interessierte: ja, wurde kontrolliert – durfte aber mit)
Ich bin auch schon ziemlich fleißig und nähe mir tolle Yoga-Wear aus ganz neuen Lebenskleidung Stoffen. Die darf ich aber noch nicht zeigen. Aber beim Yoga am Strand war ich gesten, das war super schön – im Sonnenuntergang und im Sand habe ich meinen ersten Kopfstand hinbekommen! 

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