Frances

Ihr Lieben, nehmts mir nicht übel, aber ich blog jetzt hier einfach mal weiter als wär grad keine Pandemie. Das Thema wird genug behandelt, anderswo, und zum Glück teilen wir uns alle ein Hobby, für das Zuhausebleiben mehr oder weniger Voraussetzung ist – und man der Situation daher auch gute Seiten abgewinnen kann. Auf hochproduktive Zeiten! (jaja, ich weiß, das klappt nur in Haushalten ohne kleine Kinder…)

Was hab ich genäht – etwa noch ein Cuff Top? Direkt hinterher? Nee. Das hier ist „Frances“, ein Modell aus der Zeitschrift Fibre Mood und für angemeldete Nutzer der Website ist das Schnittmuster und Anleitung kostenlos als PDF erhältlich.

Ich gebs aber zu, der staubmintgrüne Musselin war in meinem Kopf schon ein Cuff Top. Er konnte nur leider keins werden, weil es ein Reststück aus dem Stoffladen war und ein Cuff Top mehr Stoff verbraucht als ich so dachte. 75 cm reichen jedenfalls nicht, weil es durch die angeschnittenen Ärmel mit Zugabe für das breite Gummi halt breiter ist als die Stoffbreite und die Schnitteile nur versetzt auf die Stoffbahn passen. Wer bei mir schon länger mitliest, weiß aber schon: von zu wenig Stoff lass ich mich nicht aufhalten. Nie! 😉 Unter keinen Umständen.

Die etwas speziellen Ärmel vertragen sich nicht so gut mit Cardigans, es sei denn diese haben auch weite Ärmel… wie hier. Kann sonst nach anomalem Trizeps aussehen. Auf jeden Fall komisch…hier nur leicht angedeutet sichtbar 😉

Die Bluse Frances hab ich vor kurzem erst entdeckt auf der Fibre Mood Website, obwohl es den Schnitt schon länger gibt und er auch durchaus verbloggt und gepostet wurde. Ich kann nicht sagen, dass mir dieses Top weniger gefällt als das Cuff… besonders mag ich den hinten tieferen Ausschnitt. Wenn man den Saum begradigen würde (der hinten minimal länger ist) könne man das Top auch anders herum tragen, mit tiefem Ausschnitt vorn.

Frances braucht theoretisch auch deutlich mehr Material als das, was ich hatte, aber nicht wegen der Ärmel, sondern wegen des Schrägstreifens für den Halsausschnitt… Diese Stoffverschwendung für Schrägstreifen mag ich ja gar nicht. Geradestreifen funktionieren zwar nur mäßig (bzw. je nach Stoff auch gar nicht) für einen Halsausschnitt, aber hier gab es keine andere Chance. Für Belege hätte es nämlich auch nicht gereicht.

Trotzdem – meine Sparversion finde ich gelungen und schön. Es ist mein erstes Kleidungsstück aus Musselin und nach dem ersten Probetragen kann ich auch endlich verstehen, warum das Material so beliebt ist. Da ich vorhabe konsequent zu bleiben, im Stoffkauf-freien Jahr 2020, muss ich der Versuchung widerstehen, noch 2-3 Versionen zu nähen, denn im Laden (1000Stoff) gabs inzwischen Nachschub in ziemlich schönen Farben…

Meine Handmade Kombipartner:
Velara Hose mit Knopfleiste
Skinny Jeans
Weiße Mikkaela Hose
Gelbe Strickjacke
Weiße Strickjacke
Seegrüne Strickjacke

Verlinkt: Handmade on Tuesday, Creative Lovers, 12ausdemstoffregal

5 Gedanken zu „Frances“

  1. Schönes Teil! Was die Schrägstreifen angeht, hab ich ja meistens keine Skrupel, auch Fremdmaterial zu verwenden. Bei dem Stoff mag es allerdings schwierig sein. Ich finde auf jeden Fall, es sieht gut aus.

    1. Ich hab nur den Stoff vorgewaschen, das Top selbst noch nicht , glaub aber nicht dass ich es groß bügeln muss. Das Material zieht sich in der Wäsche auf jeden Fall etwas zusammen. Evtl. bleibt ein Knick vom Wäscheständer oder ein widerspenstiger Ausschnittbeleg zum kurz bügeln.

  2. Das Top sieht echt toll aus, dann werde ich mal zuschneiden gehen, denn gedruckt ist es schon. Und ich werd es mir für Musselin merken. ich hätte gern mehr Teile aus dem Stoff, bin mir wegen der Optik aber oft unsicher.

    VG Anke

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