Fransen-Top

Die Stoffspielereien verfolge ich meistens nur als stille Zuschauerin. Ich finde die meisten Themen sehr spannend, aber ich persönlich würde mich zeitlich total verfransen, wenn ich dort immer teilnehmen würde und käme zu nichts anderem mehr…

Beim Thema in diesem Monat, nämlich „Fransen“, erinnerte ich mich sofort an diesen Schnitt aus dem Bernina INSPIRATIONS Heft, den ich mir längst abgespeichert hatte. Ich weiß nicht, ob ich mir ohne den Anstoß wirklich dieses Top genäht hätte. Aber ich glaub, ich finds im Ergebnis ganz gut! (Gewöhnungsbedürftig noch ein bißchen, aber das ist ganz bestimmt wie mit den Rüschen, man gewöhnt sich dran)

Das Heft gehört leider nicht zu meiner Sammlung, aber ein total ähnlicher Schnitt. Auf dem Bernina Blog gibt es eine anschauliche Schritt-für-Schritt Anleitung, die mir die Länge der Fransen verraten hat. So hab ich die schon häufig genähte Ankerliebe gehackt. Das Vorderteil ohne Schlitz hatte ich sowieso schonmal gemacht, jetzt brauchte es nur noch eine Teilung im Vorderteil.

Die Fransen hab ich wie im Blog beschrieben mit dem Rollschneider gemacht, je 1 cm breit. Die Streifen haben sich bei mir nicht wie erwartet eingerollt, vielleicht steht in der Originalanleitung, dass sie gegen den Fadenlauf geschnitten werden müssen… aber ich hab mich bei meiner Stoffwahl auf eins meiner Lebenskleidung „Restekiste“ Stücke festgelegt, das schief war, eine angesetzte Naht hatte und Löcher am Rand. Ich hatte hier nur die Möglichkeit, die Fransen im Fadenlauf zu schneiden – ist auch nicht soo tragisch, wie ich finde.

Meine Liebe zu Stoffen mit Macken ist ein bißchen neurotisch. Mein Stofflager wird so langsam zum Gnadenhof für solche Stoffstücke…

Ob ihrs glaubt oder nicht – ich hatte bisher wirklich kein einziges weißes T-shirt im Schrank, es schließt damit also eine Lücke! Bestimmt werden sich weitere Kombipartner finden, aber da ich diese Woche quasi nahtlos von den #memade10x10spring zum Me Made May übergehe, ergibt sich bestimmt noch die Gelegenheit für Fotos in anderen Kombis.

Zum Thema Fransen hab ich noch ein paar andere Ideen, mein Moodboard will ich euch nicht vorenthalten -die Makramee Projekte find ich schon sehr cool. Die Technik hab ich mal in der Grundschule gelernt (ähm.. also in den 80ern, als es schon mal „in“ war).

Jetzt bin ich gespannt, was die anderen Stoffspielerinnen heute so zeigen! Ihr findet sie bei Gabi (made with Blümchen).

Nachtrag: Bei Christianes (Schnitt für Schnitt) Kleid mit Fransen aus Webkante ist mir eingefallen, dass ich ein solches Projekt auch schon mal gemacht habe – ewig her, an meinem „Tischdeckenkleid„.

18 Gedanken zu „Fransen-Top“

  1. Schön, dich mal wieder bei den Stoffspielereien zu sehen! Du hast recht, manchmal kann das zeitlich ganz schön ausarten.
    Toll, ich glaube, du bist die Einzigste, die sich getraut hat, sich Klamotten mit Fransen zu nähen! Anscheinend off vogue derzeit. Die Kombination Makramee auf Kleidung hat sich bislang auch nicht durchgesetzt.
    Aber ich finde dein T-Shirt auch klasse! Edel und lässig!
    Liebe Grüße Christiane

  2. Das ist genau auf den Punkt gebracht, die Dosierung stimmt und durch das weiß wirkt das auch nicht zu hippiemäßig oder rustikal.
    Toll, dass du das aus der Festplattenversenkung geholt hast, das ist absolut nachahmenswert.
    Viel Freude mit dem Basicteil, dass doch so besonders ist!

  3. Ich finde dein T-Shirt cool (und definitiv schöner als das Vorbild). Du kannst das absolut tragen und wirkst so, wie du es stylst, sehr lässig. An den Wilden Westen denke ich dabei gar nicht.

  4. Das Fransenshirt ist schön und vielseitig kombinierbar.
    Nach meiner Erfahrung rollt sich Jersey am schönsten wenn er nicht soll. Nach meinen Erfahrungen gibt es unterschiedliche Effekte je nach Materialzusammensetzung und die Wirkart (Strick) hat Einfluss. Manchmal hilft ziehen an den Fransen.
    LG Ute

  5. Das T-shirt steht Dir gut und sieht edel aus, eine prima Verwendung von ausrangierter Kleidung oder Stoffen mit Macken. ( Da bin auch so eine Sammlerin)
    Ob die Fransen bei der Alltagsarbeit stören ?
    Liebe Grüße
    Tyche

    1. Superpraktisch sind die Fransen sicher nicht, aber bei der Alltagsarbeit stört ja auch vor allem die weiße Farbe 😉 Ich klecker mich doch immer voll…

  6. Solch ein Fransen-Top ist wahrscheinlich nicht jederfrau Sache, aber du kannst das sehr gut tragen und die weiße Farbe „veredelt“, finde ich. Du bist ja für mich die „Kombi-Queen“, weil so deine Kleidungsstücke so häufig in vielen KOmbinationen zeigst … also werden wir das Top demnächst wieder sehen.
    LG
    Siebensachen

    1. Ich war mir auch nicht so sicher, ob das meine Sache ist – aber ich hatte im Hinterkopf, dass ich es auf jeden Fall als Bühnenoutfit verwenden kann, denn da kann man immer ein bißchen mehr Style vertragen als im Alltag.

  7. Cooles Shirt! In weiß wirken die Fransen sehr edel. Vielleicht ist es wirklich die Zuschnittrichtung, die das Einrollen bestimmt. Auch die Stoffzusammensetzung hat Einfluss … Und nach der Wäsche werden sich die Fransen vielleicht noch mal verändern 🙂 Es ist immer total spannend! Viel Freude mit dem Fransen-Shirt! Liebe Grüße!

    1. Das stimmt, vor allem mit der schwarzen Hose ist es edel, während es mit der Jeans mehr Western Look hat. Ich hoffe vor allem, dass die Fransen aus der Waschmaschine nicht total verknotet rauskommen – Wäschebeutel ist hier wohl angesagt.

  8. Ich weiß nicht, ob ich das für mich gemacht hätte, aber bei Dir sieht das Shirt mit Fransen total cool aus! Sehr lässig, gerade auch in Kombination mit der Kette. Bin gespannt, das Shirt dann bei Dir im MeMadeMay auch in anderen Kombinationen zu sehen. Toll, dass Du heute bei den Stoffspielereien mitmachst, ich freu mich! Liebe Grüße, Gabi

    1. Es ist auch eigentlich nicht mein typisches Beuteschema, aber irgendwie hatte mich das Modell genug fasziniert, um die Komfortzone zu verlassen.

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