Herringbone Culottes

Meine Optionen für Beinkleider sind recht wenig abwechslungsreich im Moment. Jeans in 3 „Farben“ (blau/schwarz/beige) und eine graue Bundfaltenhose. Röcke ziehe ich im Home Office nicht an und sind für draußen auch wenig fahrradtauglich (im Winter ist mir das zu kalt in Strumpfhosen). Warum ich also noch nicht früher darauf gekommen bin, mir einen Hosenrock aus Wollstoff zu nähen – wo es so naheliegend war – das frag ich mich jetzt schon.

Das ist so ein super Kombistück für Pullover, Blusen, Sweatblazer, Cardigans – alles! Und wirklich bequem. Sehr.
Deshalb bin ich jetzt wirklich froh, dass ich mir einen gut überlegten Nähplan gemacht habe und motiviert, mich weiter daran zu halten. Denn die ersten Looks und Outfits sind vielversprechend!

Mit der Sofia Bluse (La Maison Victor)

Der Stoff gehörte zu meinem Stapel Wollstoffe vom Maybachufer. Ein Mischling – über die Zusammensetzung weiß ich nix. Aber er hat ein feines klassisches Herringbone/Fischgrät Webmuster, ist weich und unkratzig und fällt ganz schön. Sieht nach Anzugsstoff aus, knittert aber leider etwas beim tragen bzw. drauf sitzen. Ich hatte – Achtung – ganze 85 cm Stoff. Und daraus die Hose, die sichtbaren Taschenbeutel und den äußeren Bund zugeschnitten. Und kleine Bundlaschen, für Deko-Knöpfe. Innen haben Bund und Laschen einen anderen Stoff und mein Fischgrät ist restlos aufgebraucht!

Zum Schnitt kann ich nicht viel sagen, denn der ist selbst gebaut und auch schonmal genäht im Frühjahr (ohne Knopflaschen). Ein Mix aus einem Freebook und meinem Maß-Hosengrundschnitt.

Mit dem Knopfdetail und dem Stoff plus einer Bügelfalte bekommt die Hose einen Vintage Look, den ich total mag. Ich war kürzlich auf einer Party in einem alten Berliner Ballhaus mit Swing Live Musik und Tanz und habe mir vorgenommen, dass ich diesen Tanz lernen werde. Ein großes Vorbild habe ich schon, die Meisterin des Jazz Solo Tanzens Ksenia Parkhatskaya:

Diese Hose – sieht doch voll aus wie meine. Jetzt muss ich nur noch die Schritte lernen, haha.

Gut, da hab ich noch ein paar Trainingseinheiten vor mir, aber man muss ja auch Ziele haben 😉 Apropos Tanzen: Habt ihr schon von der „Sew fancy pants“ Instagram Party gehört? Eine richtig coole Aktion, fancy heißt schick und damit passt meine Culottes definitiv zum Motto. Der Januar stand also im Zeichen der fancy pants und bis zum Ende dieser Woche dürfen die Teilnehmer mit ihrer Hose zur Tanzparty kommen, einige sind schon am Start, mit einem kleinen Tanzvideo in ihrer neuen Hose #sewfancypantsdance. Schaut ruhig mal rein, sehr originell diese Aktion! Ich mach da auch noch mit, wenn ich es schaffe, in den nächsten Tagen ein Video Selfie zu machen.

Sehr gern mag ich auch die Kombi Herringbone+Herringbone.
Welche Schuhe ist so die Frage. Zum monochromen Outfit mit Ringeltop und Gabrielle Blazer lieber die schwarzen Stiefel.
Zum Boho Style mit Felljacke dann vielleicht die Stiefeletten?
Zum Abschluss noch der Beweis – auch von hinten sieht die Hose prima aus und sitzt.

Ich bin ganz schön happy und beswingt mit meinen neuen Style Möglichkeiten. Habt ihr einen Outfit Favoriten? Ich kann mich nicht entscheiden.

Verlinkt: Sew La La, Du für Dich, The Creative Lovers

9 Gedanken zu „Herringbone Culottes“

  1. Deine Hose finde ich ganz toll! Das Detail mit den Bundlaschen werde ich mir gleich mal merken, super Idee! Respekt, dass du dir den Schnitt zu deiner Culottes sogar selbst konstruiert hast!

    LG
    Janine

    1. Zum Thema Hosenkonstruktion kam ich, weil ich beim Nähen einer Jeans nach Schnittmuster verzweifelt bin und gerne einen wirklich gut passenden Jeans-Schnitt haben wollte. Mit Hilfe von Video Kursen hab ich mich dann durch die Mathematik gearbeitet – das ist tatsächlich machbar.

  2. Hallo,
    ein großartiges Stück hast du dir da genäht. Für mich sind Hosen bisher absoluter Endgegner, daher doppelt Respekt fürs selber konstruieren!
    Dein Blogthema finde ich übrigens auch klasse und danke für den spannenden Link zum Slavery Footprint.
    Liebe Grüße,
    Sam

    1. Einen passenden Grundschnitt zu haben erleichtert aber das Hosen nähen ganz enorm und vermeidet größere Paßformprobleme. Culottes sind übrigens wirklich einfach zu nähen, nur minimal schwieriger als eine Pyjamahose, da ein Reißverschluss eingenäht wird.

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