The Refashioners 2018 – Teil 2

Was ist am 31. Oktober – außer Halloween?! Die Deadline für den Nähwettbewerb „The Refashioners 2018„. Natürlich bin ich auch dieses Jahr wieder erst auf die letzte Minute fertig geworden, aber so bin ich nun mal und halte es mit fast allem nach dem Motto

Ein gutes Pferd springt knapp.

Denn schneller zu sein als nötig, bringt ja hier ohnehin gar keine Punkte!

Inspired by…. war das Motto und ich würde sagen…

…mein Ergebnis kann sich durchaus mit der „Inspiration“ von Anthropologie messen lassen.


Ich hab mir auch einige Arbeit gemacht mit dieser Spitzenbluse. Obwohl ich tatsächlich jeden Sonntag in den letzen Wochen alle Tischdecken und Gardinen auf dem Flohmarkt umgedreht habe – es war partout keine weiße Decke mit Filetmuster dabei (außer steifem Polyesterschrott). 

So musste ich selbst zur Häkelnadel greifen und meine Häkelkenntnisse, die ich sehr wahrscheinlich zuletzt in der Grundschule angewendet habe, wieder etwas auffrischen. Ich hatte seinerzeit ein recht professionelles Fashion-Atelier für Barbie Häkelmoden. Und für Oma hab ich im Handarbeitsunterricht ein Kissen gehäkelt, das dann 30 Jahre und mehr auf ihrem Sofa gelegen und mehrere Generationen Katzen überlebt hat. Also, diese alte Technik hat doch Potential.  

Und zum Glück muss man heute nur nochmal ganz schnell bei YouTube „Doppelstäbchen“ oder „Filethäkeln“ eingeben und findet alles was man braucht zum Wiederauffrischen. 
Aber es dauert…mehrere Abende habe ich mit der Häkelei verbracht.

Für den blickdichten Teil der Bluse wollte ich meine alte Voku-Hila Tunika aus Leinen nehmen, aber durch den Taillenbund und viele Teilungsnähte ist das kein ergiebiger Stoffspender, die Teile sind dann einfach zu klein oder müssten wiederum Teilungsnähte haben. So nahm ich auf besagtem Flohmarkt, wo es keine Häkeldecken gab, statt dessen eine ärmellose Leinenbluse mit. Die ist schon recht alt und es war nicht ganz ohne, die Taillenabnäher aufzutrennen ohne Löcher in den Stoff zu fabrizieren, aber das musste leider sein und hat zum Glück auch geklappt. 

Daraus habe ich Vorder- und Rückteile zugeschnitten und die Ärmel dann aus meiner Tunika. Die Stoffe unterscheiden sich zwar eine Mini Nuance, das sieht man angezogen aber überhaupt nicht. Die Spitzenborte habe ich wie mein Damenkostüm für die Refashioners vom letzten Jahr einfach im Hausflur in einer Kiste mit aussortiertem Zeug gefunden. Sie war Bestandteil eines sehr großen Vorhangs, der schon bessere Zeiten gesehen hatte und auch z.T. löchrig war. Aber diese Borten aus Baumwolle einfach wegschmeißen….? Nee, das geht doch nicht – die hab ich dann vorsichtshalber lieber mal abgetrennt und aufbewahrt. Und endlich weiß ich auch, wozu! 😉

Der Refashioner Wettbewerb ist eine tolle Inspirationsquelle und stößt nicht nur mich dazu an, Sachen auszuprobieren und/oder wiederzubeleben. Mein diesjähriges Highlight ist zum Beispiel Julia, die aus alten indischen Saris eine ganze Kollektion genäht hat! Wow. Da mache ich mir keine Hoffnung mehr auf den Gewinn dieser Challenge, aber das macht gar nichts. Meine neuen Kleidungsstücke bleiben mir ja, auch wenn sie nicht sehr wintertauglich sind und auf wärmere Tage warten müssen. 

Wie (fast) immer, zeige ich euch mein neues Kleidungsstück noch in anderen Kombi-Varianten – mit der Jeans finde ich es auch sehr schön, mit der Strickjacke kann ich es sogar auch im Herbst noch anziehen. 

Verlinkt: Sew La La, Du für Dich, Einfach Nachhaltig

 

11 Gedanken zu „The Refashioners 2018 – Teil 2“

  1. Mit der Jeans schaut das Oberteil super aus. Was für eine Arbeit – extra diese Filethäkelei angefertigt – aber es hat sich gelohnt, denn es ist eine ganz reizende Bluse geworden, die dem Vorbild in nichts nachsteht. Tolle Arbeit.
    Liebe Grüße Ina

    1. Dankeschön! Ich probier ganz gerne alle möglichen Techniken aus, demnächst zeig ich auch noch was mit Stickerei. Und zu einem Siebdruckkurs hab ich mich angemeldet für neue Inspirationen.

  2. Find ich sehr gelungen, deine Variante, und soviel Arbeit mit der Häkelspitze! Und auch einzeln sehen beide Teile super aus. Viel Spaß beim Tragen wünscht
    Andrea

    1. Vielen Dank, zum Glück hat sich die Arbeit ja gelohnt. Und eigentlich hat das Häkeln auch Spaß gemacht, ich hatte mich nur verschätzt, wie lang ich dafür brauchen würde.

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