Frau Hollys ups and downs

Ohje, es ist schon wieder ein ganzer Monat um seit meinem letzten Post und ich schaffe es wieder nur in einer Spätschicht, meine neuesten Werke online zu kriegen. Genäht sind sie schon länger, sogar schon mehrfach getragen… das bedeutet, zum Nähen hatte ich gerade noch Zeit, zum Bloggen aber nicht. Bei den kurzen Tagen muss ich es auch erstmal schaffen, bei Tageslicht Fotos zu machen. Mit der Fotolampe wie beim letzten mal geht es zwar notfalls auch, aber schöner ist es mit echtem Licht.
Aber so ist das manchmal, zu viele Dinge, zu wenig Zeit – zum Jahresende hin stapelt sich die Arbeit und außerdem ist mein Chor dieses Jahr voll ins Weihnachtskonzertbusiness eingestiegen und peformt gleich drei große Auftritte mit Weihnachtsliedern, die alle auswendig gekonnt sein müssen.

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Check it out now!

Markenkleidung, vor allem übertrieben teure, hat mich noch nie interessiert. Außer vielleicht als Teenager, als es Levi´s Jeans sein mussten. In der Schule trugen die modebewussten Mädchen karierte Benetton Strickpullis, die fand ich, naja, ziemlich spießig. Hab mir dann (ganz und gar unspießig) lieber selbst welche gestrickt, oder genäht. Besonders cool fand das damals aber auch keiner. Ich lebte in der hessischen Provinz, auch nach meiner Schulzeit noch für einige Jahre und das dortige Angebot an Stoffen war ziemlich überschaubar. Ein Stoffladen mit Regalen voller „nix dabei, dafür teuer“. Außer Kurzwaren vielleicht. Dann gab es diverse regionale Restpostenmärkte und einen Laden, der Produktionsüberhang eines lokalen Bekleidungsunternehmens verkauft hat. Vermutlich hat mein heutiger Hosenstoff dort den Weg zu mir gefunden, man nimmt dann aus Verzweiflung nämlich irgendwann alles, was einem so halbwegs gefällt. Der „Designer Glanz „, der Hauch von London, Glamour und High Street Fashion war zu verlockend, wenn man ihn in der Kleinstadt vorfindet. So war das früher, wir hatten ja nichts 😉

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Rubbeldiekatz

Tja, womit fang ich heute an? Ich hab eine schöne bunte Mischung kleiner und großer Nähprojekte und keinen roten Faden für meinen Blogartikel.
Vielleicht mit dem größten Projekt? Ok, los geht´s. Eine sehr gute Freundin ist Mama geworden und auf die Frage, was sie wirklich gebrauchen kann, lautete die Antwort „eine schöne Tasche, die ich als Wickeltasche nehmen kann. Die aber schön ist und nicht nach Wickeltasche aussieht“. Total verständlicher Wunsch und sowas hab ich ja auch schonmal gemacht. Kein Ding. Noch vor der Geburt des Kindes bin ich meine Stoff- und Ideensammlung durchgegangen und der Plan stand schnell fest. Eine Tasche aus petrolblauem Kunstleder, mit Akzent aus navyblauem Alcantara und echten Lederträgern.
Mit Inspirationsfotos hatten wir uns auf diese Richtung hier verständigt.

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Upcycling Stories #5 – Eine Boro Jeans für die Ewigkeit

Dieses spezielle slow fashion Projekt begleitet mich schon das ganze Jahr über. Es stand bereits auf meiner #makenine2019 Liste und ist nun immerhin das dritte Teil, das ich von dieser Liste abhaken kann… (ups. Noch zweieinhalb Monate für 6 verbliebene Projekte – das wird knapp). Dann war es Teil meiner geplanten Winter Capsule Wardrobe und ich habe auch im Februar ganz enthusiastisch damit angefangen und eigentlich fast fertig gestellt.

Inpirationsbild, Quelle: Pinterest

Meine Inspiration war ein Modell von Ralph Lauren, so wie abgebildet konnte man die Hose als Neuware wohl kaufen. Schon irgendwie verrückt oder? Dass man eine neue Hose kauft, die aussieht wie heißgeliebt und zerschlissen, gestopft und geflickt und handbestickt….

Eine verwaschene und evtl. zerlöcherte Hose, die mir noch passt, hatte ich leider nicht. Aber in einem der vielen Second Hand Läden im Kiez bin ich fündig geworden. Kein Ralph Lauren Modell, aber Tommy Hilfiger. Egal, Hauptsache Designer 😉

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Sommerloch: La vie est belle

Es ist immer noch Sommer, es ist heiß und an meiner Nähmaschine passiert nicht viel. Es ist auch gerade viel zu tun, sonst so, und ich hatte kurzzeitig das Gefühl von Stress, weil mir der Sommer davon rennt und ich vom Stoffstapel und all den schönen geplanten Projekten quasi nichts abgearbeitet habe. Ich hab aber andererseits auch keinen Mangel an Sommerkleidung, also wozu dann Stress? Verrückt, dachte ich mir und hab umgehend aufgehört mich zu stressen. Und statt dessen hier und da ne Runde gestrickt, diese Tätigkeit finde ich sowieso sehr entspannend.

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Kathryn Trousers

Vielleicht lag es am Namen dieses tollen Schnittmusters, dass ich euch hier heute eine Hose zeige, die mir wie angegossen passt, ohne dass ich das Geringste ändern musste. Krass. Im Hosenschnittlotto gewonnen oder?

Kathryn Trousers – Love Sewing Magazine

Geändert hab ich dennoch zwei Dinge: 1. die Hosenbeine waren mir unten zu ausgestellt, ich hab sie minimal verschmälert, so dass sie gerade laufen. Sie waren bei mir viel länger als auf dem Modellfoto, ich hab sie zusätzlich nach dem ersten Tragen nochmal etwas gekürzt, damit ich mir nicht mehr auf den Saum trete und die Hose auch mit flachen Schuhen tragen kann. Und 2. hab ich den Nahtreißverschluss seitlich statt hinten eingesetzt und noch zusätzlich Gürtelschlaufen angebracht.

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Topform

Am Anfang war der Plan, aus meinem kostbaren Leinenstoff mit gelbem Hahnentrittmuster, den ich in Kyoto als Rest ergattert habe, ein Top mit Rüschenärmeln zu nähen. Sowas hier ->

In meinem Blogbeitrag über meine Nähpläne Ende Februar hatte ich dafür auch schon ein Schnittmuster vorgesehen, das Ruffle Sleeve Top, ein Freebook vom Peppermint Magazine. Lediglich den Ausschnitt wollte ich anpassen, denn V-Ausschnitte sind nicht so meins.

Da Ruffle Sleeve Top hat eigentlich einen V-Ausschnitt, aber das lässt sich ja problemlos ändern.

Weil ich den guten Stoff nicht versauen wollte, hatte ich mir überlegt, ein (eventuell auch tragbares) Probemodell anzufertigen. Dafür fand sich ein schon altertümlicher Stoff, ein ganz leichter Baumwollbatist, der seit einem guten Jahrzehnt bei mir herumliegt. Wahrscheinlich vom Maybachufer, ich weiß es aber nicht mehr. Blumenmuster find ich eigentlich schön, aber an mir… konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen, außer als Futterstoff. Ich näh aber eigentlich nie was gefüttertes 😉 Also – warum nicht den Schnitt damit testen, ich dachte, das könnte das was werden, was ich vielleicht sogar anziehen würde.

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Leinen los!

Im Sommer gibt es keinen angenehmeren Stoff als Leinen, denn er hat eine kühlende Wirkung und transportiert Schweiß besonders schnell ab. Ich liebe Leinenhosen, gerne mit weiten Beinen. weil sie wirklich angenehm bei Hitze sind. Oberteile aus Leinen sind ein bißchen problematisch, denn der Stoff ist bekannt fürs Knittern, das finde ich bei Hosen noch halbwegs ok, aber Tops und Blusen… hm. Davon abgesehen, dass ich auch viel lieber elastisch-bequeme Oberteile trage als Blusen aus Webstoffen. Die Lösung lautet: Leinenjersey! Leider findet man den nicht an jeder Ecke und ich greife deshalb immer gern zu, wenn mir sowas mal begegnet.

Meine Stoffschätze aus Leinen (und Hanf)
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Sing sing sing…

Außer dem Nähen habe ich noch ein weiteres wichtiges Hobby – und zwar singe ich in einem fantastischen Acapella Chor namens JazzVocals – und mit dem bin ich diese Woche ganz schön beschäftigt. Am 21.06. ging es los zu einem Chorfestival nach Lissabon, wo wir im Centro Cultural Belém an einem Wettbewerb teilgenommen haben. Außerdem hatten wir mehrere Auftritte dort und sogar einen im Weltkulturerbe – dem Hieronymus Kloster in Belem. Das war irre schön. Kaum zurück aus Portugal, geht es dann Samstag noch zum Saisonabschluss nach Hamburg, wo wir gemeinsam mit den Hamburg Voices ein Konzert geben. Wer von euch kommt aus Hamburg? Komm doch vorbei! 🙂

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Japanisches Shibori Shirt aus Leinen

Im Mai habe ich wieder bei der internationalen Instagram Challenge „Me made May“ mitgemacht. Es geht dabei darum, sich einen Monat lang besonders intensiv mit der selbst genähten Mode im eigenen Kleiderschrank auseinanderzusetzen. Auch sollte man sich Ziele stecken für den Monat.

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