Upcycling Stories #6 – Frau Patchwork-Frida

Eigentlich hatte ich ein ganz anderes Outfit geplant für den heutigen Me Made Mittwoch im April. Und dieses Top hier hab ich schon vor zwei Wochen genäht. Als ich noch mit Elan und „mir-doch-egal-ob-ich-zu Hause-bleiben-muss“-Attitüde Projekte auf meine gedankliche Liste setzte und mir kaum ausmalen konnte, wie viel ich vor lauter StayAtHome Zeit so alles produzieren würde. Kam aber nicht dazu. Eigentlich hat sich in meinem Leben nicht viel geändert – ich bin ja sowieso die meiste Zeit im Home Office. Was für mich wegfällt, ist mein Freizeitbereich und das damit verbundene Sozialleben. Mitbewohner habe ich auch keine mehr, nicht mal eine Katze (Silberfische, Mehlmotten und Spinnen zählen nicht als Mitbewohner, oder?). Die rasanten Entwicklungen haben mir daher ein bißchen zugesetzt und ich habe dann doch einige Zeit damit verbracht, mich über das Virus und was die Experten dieser Welt darüber zu wissen glauben, zu informieren, um zu verstehen, warum ich eines morgens im März in einer Diktatur aufgewacht bin. In der mich die Polizei von einer Parkbank vertreiben und demnächst auch noch Bußgeld kassieren darf, sofern ich mich wage, darauf zu setzen. So ganz überzeugt bin ich nicht von der Radikalität der Maßnahmen und beobachte interessiert den schwedischen Weg, in der Hoffnung, dass er sich als erfolgreich erweist und wir ihm vielleicht auch bald folgen können. Versteht mich nicht falsch, ich nehme das schon Ernst, jedoch ist mir Hysterie grundsätzlich fremd und übervorsichtig und ängstlich war ich auch noch nie. Das mag ich mir jetzt auch nicht mehr angewöhnen in meinem Alter, ich bleib bei meinem realistischen Optimismus. Der sagt mir, das wird schon alles für irgendwas gut sein – für was, sehen wir dann später. Zum Beispiel fand ich ja ziemlich doof, dass mein Friseur mir die Haare zu kurz geschnitten hat. Aber jetzt bin ich froh, dass ich so schnell nicht wieder hin muss….

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Stricken und andere Therapieformen

Die therapeutische Wirkung von Stricken wurde bereits durch Studien nachgewiesen, ich kann aus meiner Erfahrung sagen – nichts beruhigt meinen unruhigen Geist mehr, als Stricken. Wann immer ich viel zu Grübeln habe, hilft mir Stricken.

Zum heutigen letzten Zwischenstand des Knit Alongs vom MeMadeMittwoch Blog, kann ich deshalb auch schon einen halbfertigen Pullover zeigen.

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Frances

Ihr Lieben, nehmts mir nicht übel, aber ich blog jetzt hier einfach mal weiter als wär grad keine Pandemie. Das Thema wird genug behandelt, anderswo, und zum Glück teilen wir uns alle ein Hobby, für das Zuhausebleiben mehr oder weniger Voraussetzung ist – und man der Situation daher auch gute Seiten abgewinnen kann. Auf hochproduktive Zeiten! (jaja, ich weiß, das klappt nur in Haushalten ohne kleine Kinder…)

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Er ist blau! Er hat Streifen! Er glitzert…

…. ich muss ihn haben! So ungefähr war das mit diesem Stoff und mir bei unserer ersten Begegnung letzten Sommer. Wir haben uns bei der Arbeit kennengelernt. Und noch am selben Tag ist er bei mir zuhause eingezogen.

Dabei bin ich doch eigentlich gar keine Glitzerpüppi. Trotzdem, dieser Stoff hatte einfach das gewisse Etwas.

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Blaue Stunde

Die blaue Stunde hat das schönste Licht zum Fotografieren. Sie findet täglich zwei mal statt, direkt vor Sonnenaufgang und direkt nach Sonnenuntergang. Die erste Möglichkeit erlebe ich Nachteule vor allem im Sommer (ist dann ungefähr die Zeit wo ich schlafen gehe Blog Posts schreibe). Und die zweite ist zur aktuellen Jahreszeit das einzige Zeitfenster, zu dem ich es schaffe, ein paar dämmerige Fotos von meinen genähten Werken zu machen. Für Landschaftsfotografie eignet sich diese Uhrzeit wirklich gut. Da hab ich selbst schon wundervolle Bilder gemacht. Aber bei den Klamotten… nunja.

Ich erzähl euch das außerdem, weil mein neues Teil im Kleiderschrank blau ist und in ungefähr einer Stunde genäht.

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Patchwork Top – eine Susan Eastman Hommage

Yeah, im Februar 2020 kann ich ein weiteres (Nummer 7) Projekt von meiner Make Nine Liste aus dem letzten Jahr abhaken. Besser spät als nie!

Ausgangspunkt dieses Projekts war ein spontaner Stoffkauf auf dem holländischen Stoffmarkt, vor ca 3 Jahren. Drei Jerseystoffe á 50 cm, die sehr schön zusammen passen (und deshalb auch als Paket verkauft wurden, ihr kennt vielleicht diese Stände mit den zusammen geschnürten Stoffrollen), fielen mir in die Hände.

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Strickpläne FS/HW 2020

Der MMM Blog ruft wieder zum gemeinsamen Frühjahrsstricken auf – und dabei hab ich noch nicht mal mit dem Winterprojekt angefangen… Mir fällt es gerade extrem schwer, mich zu entscheiden. Vielleicht klärt sich das nach diesem Blogbeitrag, der zu einer besseren Übersicht führen soll. Auch für Strickprojekte gilt mein Jahresmotto 2020: nix kaufen! Es ist genug da. Hier eine aktuelle Bestandsaufnahme:

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Glanzpunkte der flexiblen Nähplanung

Eine fast unendliche Geschichte ist das, die von meinem neuen Blouson. Ihren Anfang nahm sie im Herbst 2016 (also noch vor Amtsantritt von Donald Trump, das nur mal als Anhaltspunkt für das Zeitfenster der Entstehungsgeschichte), als ich meinen schwarzweißwilden Blouson genäht hatte. Den fand ich so gelungen, dass ich direkt im Anschluss einen zweiten zugeschnitten hatte, aus Glanzsatin. Dann kam der ein Winter dazwischen und der Blouson war zu dünn zum Anziehen (da muss man ihn ja logischerweise auch noch nicht nähen). Dann – keine Ahnung warum – hab ich die Schnittteile, in einem Karton verpackt, einfach vergessen.

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Schicki Nicki und die graue Maus

Ich bin ein Fan von Nickistoff. Weich, kuschelig, hält schön warm, sieht aus wie Samt (viel edler, aber genauso bequem wie Sweat) und es gibt ihn sogar in toller 100% Biobaumwollqualität. Schon ganz zu Beginn meiner Nähkarriere als Teenager hab ich mir Nickipullover genäht. Meine Freundinnen waren damals begeistert, so dass wir diese Teile dann im Rudel genäht haben (stimmts Rosamäh)?
Besonders schöne Nickis gibt´s bei Lebenskleidung und ich hab im letzten Jahr ein paar mal dort im Lagerverkauf in den Restekisten gestöbert. Dort werden größere und kleinere Stücke, z.T. mit Fehlern oder Löchern, zum kleinen Preis verkauft. Für Babyhosen reicht es fast immer, aber manchmal auch für mehr. Z.B. wenn man zwei Stücke der gleichen Farbe findet oder zusammen passende Stoffe. Ich hab über mehrere Besuche im Stofflager verschiedene Stoffreste „gesammelt“ und hatte zwischendrin auch mal die Idee, einen Patchworkpulli aus Nicki zu machen.

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Klappe, die 3.: Sewing Oscars 2019 – Extended Version

Wie die Zeit verfliegt – der HolyCows Blog wurde unbemerkt im Oktober 3 Jahre alt und hier kommt demnach schon der dritte Jahresrückblick! Es macht mich jedes Mal ganz stolz und zufrieden, mich durch meine Projekte zu klicken und einen Jahrespost zu schreiben. Denn das große Ganze sieht man ja immer erst am Ende. (Machts euch gemütlich, es gibt viel zu lesen und schauen!)

Here´s the big picture of 2019:

30 neue Kleidungsstücke (Schlüppis und verloren gegangene Jacke nicht mitgezählt):
3 Pullover, 3 Shirts, 2 T-Shirts, 7 Blusen(tops), 6 Hosen, 3 Röcke, 2 Kleider, 4 (Strick-)Jacken
Sehr übersichtliche Farbwelt: blau, gelb, grau, naturweiß, schwarz, braun
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