Upcycling Stories #2 – Jogginghose mit Jeans Details

Kürzlich war wieder der internationale Tag der Jogginghose. An diesem Tag habe ich mir eine neue genäht und zwar aus Resten vom 1. Upcycling Projekt, dem Sweater. Ich habe einen Schnitt verwendet, den ich schon einmal genäht habe, aus der Zeitschrift La Maison Victor (4/2015). Mein erstes Modell gefällt mir gut – wenn es frisch aus der Wäsche kommt. Nach ein, zwei Stunden tragen hat sich die Hose dann allerdings in ein beuliges Ungetüm verwandelt, der Stoff gibt einfach zu viel nach und behält die Form nicht – bis auf den stabilen Gummibund wächst sie von Größe 36 auf locker 46. Das ist bedauerlich und deshalb trage ich diese Hose eigentlich nur, wenn mich keiner sieht 😉

Von meinem Pulli war noch ein Rest Sweatstoff übrig, der eigentlich nicht mehr gereicht hat. Deshalb wollte ich ihn auch mit Jeans ergänzen und eine Hose nähen, die zusammen mit dem Pulli als Jogginganzug tragbar ist. Ich habe im Netz mal wieder tolle Inspirationen aufgestöbert und konnte mich kaum entscheiden, aber habe dann eine  ganz schlichte Variante gewählt, weil auf dem Sweater schon so viel los ist. 

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Mit ein bißchen tricksen ging es sich gerade so aus mit der Stoffmenge. Eine 7/8 Länge mag ich zum Glück gerne – bzw. ich hätte auch noch Bündchen annähen können, aber das gefällt mir nicht besonders. Bei dickem Sweat fällt das ja auch nicht. Die hintere Seite hat auf Wadenhöhe eine Naht bekommen, weil ich anstückeln musste. Dafür ist jetzt alles aufgebraucht – yeah! #nowaste

Eine der bereits zerschnittenen Jeanshosen vom Sweater war hier auch der Spender für die Streifendetails, die „Paspel“ und die Taschen. Die habe ich übrigens abgewandelt, der Originalschnitt hat Paspeltaschen und keine angeschnittenen. 

Die schöne Kordel ist von Stoff und Stil und das Bündchen von Lebenskleidung. Erste Tragetests haben ergeben – der Stoff bleibt wie er soll, die Hose beult nicht viel aus – endlich eine Jogginghose in der ich mich nicht verstecken muss. Wahrscheinlich traue ich mich damit auch auf die Straße.

    Verlinkt: MMM, Upcycling Linkparty, EiNaB

Boho Bio Teddy Felljacke

Vor ein paar Tagen bin ich über die Aktion „2018 DIY Don´t Buy“ gestolpert. Lisa hat beschlossen, keine Kleidung zu kaufen in diesem Jahr, sondern nur noch selbst zu nähen. Und dazu eingeladen, bei der Challenge mitzumachen. Da ich da 2017 schon sehr nah dran war, glaube ich, ich kann das locker schaffen und bin spontan dabei! 

Bevor es bald Frühling wird, denn da kann man bei 11 Grad ja schonmal von träumen, möchte ich erst noch das ein oder andere Winter Nähprojekt fertig stellen. Das größte Vorhaben ist eine gefütterte Winterjacke und die wird am kommenden Wochenende im Nähcamp in Angriff genommen. Zum ersten Mal fahr ich zu einem Nähwochenende und bin mal gespannt, ob ich da produktiv sein kann unter so vielen Menschen. 

Im Moment nähe ich daher nur Kleidung mit höchstem Kuschelfaktor, nach dem Wintersweater und dem Alpaka Pulli ist nun eine Felljacke in meinen Kleiderschrank eingezogen. 
Von Lebenskleidung hatte ich schon im Herbst einen tollen naturfarbenen Teddystoff aus Biobaumwolle zum Probenähen bekommen (tierfreies Lammfell sozusagen). Von Anfang an hatte ich da konkrete Vorstellungen, was es werden soll, nämlich eine Art Hippie/Boho Jacke.
Diese hier war die Inspirationsquelle, schönes Design, aber ein Teil aus 100% Polyester, was ich wirklich niemals haben/anziehen wollen würde.
Das Bommelband musste für meinen Geschmack nicht sein, aber Borten schon. Schöne Webborten mit Ethnomuster, am besten aus Naturmaterialien, noch besser Bio – aber wo kriegt man die her? Ein wirklich schweres Unterfangen, ich denke da ist noch viel Potential auf dem Kurzwarenmarkt. Leider wurde ich nämlich bei den überschaubaren Angeboten nicht fündig und musste notgedrungen zu Polyesterborten greifen, um welche mit Mustern nach meinem Geschmack zu bekommen.
Ein Etsy-Shop aus Köln hat eine schöne Auswahl an Borten mit Ethnomuster, wo ich dann zwei bestellt habe. Beide Borten sind zwar als Polyester angegeben, aber die breitere fühlt sich eher nach Baumwolle an und brennt auch… 
 Das schmalere Band erinnert mich total an die traditionelle Handwerkskunst aus Kolumbien, genannt „Caña Flecha“. Palmfasern werden dort zu Mustern verflochten und vorwiegend Schmuck, aber auch Sombreros daraus hergestellt. Ich war vor einigen Jahren dort und besitze noch diesen Armreif den ich mir mitgebracht hatte. Das ist krass filigrane Handarbeit, wer sich dafür interessiert, hier wirds erklärt. 

Zurück zur Teddyjacke: als Schnittmuster hat wieder mal der Naomi Cardigan aus der La Maison Victor (06/2015) hergehalten, den ich ein bißchen abgewandelt habe. Die Vorderteile jeweils um die Breite der Borte verschmälert, einen teilbaren Reißverschluss eingesetzt und die ganze Jacke inkl. Ärmel gekürzt für einen 10 cm breiten Rib-Bündchen Abschluss. 

Den Halsausschnitt wollte ich eigentlich mit Beleg nähen, allerdings ist der Teddystrick querelastisch und der Ausschnitt hat sich sofort so stark geweitet, dass ich dann entschieden habe, ihn mit einem gedehnten Bündchen einzuhalten. Gefällt mir aber auch ganz gut als Kontrast am Ausschnitt. 

Überhaupt gefällt mir das ganze Jäckchen sehr sehr gut und ich bin gewappnet, wenn die Temperaturen wieder fallen. Und wenn es wirklich Frühling wird, ist es der Jackenersatz für draußen. 

   

Es ist ein schöner Kombipartner für meine beiden Handmade Jeans, edel wirds mit einer schwarzen Hose, aber das ist eine neue Aufgabe, meine schwarze Kaufjeans ist nämlich so langsam dahin. Mit Minirock aus Jeans oder Cord kann ich mir das auch noch gut vorstellen. Mein Jeansmini ist schon länger irgendwo im Bermudadreieck meines Kleiderschranks verschollen, leider. Aber ich werd mal aufräumen demnächst, der muss ja wieder auftauchen. 

Kennt ihr Bezugsquellen für ökofaire Borten? Vielleicht kann ich das nächste Mal noch besser einkaufen. 

Verlinkt: DIY Don´t BuyRUMS, Ich näh Bio, Einfach nachhaltig besser leben, Bio-Linkparty

Alpaka Trend 2018

Kennt ihr Trendtiere? Ein Freund hat mir letztens erzählt, er habe erfahren, dass Flamingos die Einhörner als Trendtiere ablösen würden. Alter Hut. Aber er wusste nicht einmal, dass es so etwas wie Trendtiere überhaupt gibt.  Ich hab ihm erklärt, dass man sie spätestens daran erkennt, dass man sie bei Haribo kaufen kann.
Die Einhorn Story hab ich ja nie verstanden (Einhörner sind überhaupt gar keine Tiere und als Märchenfigur überaus kitschig) und Flamingos sind cool – aber viel zu pink! Also zumindest zum Anziehen. Für mich. Mit dem Trendtier 2018 sieht das aber ganz anders aus. Das ist nämlich das Alpaka.

Mindestens so coole Tiere wie Flamingos. Und Alpakas sind nicht nur  cool, sie haben superwuscheliges Fell, aus dem Wolle gemacht wird. Und die mag ich anziehen. Kuschelig, weich und warm. Nachdem ich vor etwas über einem Jahr wieder angefangen habe zu stricken, kann ich auch nicht wieder aufhören. Aber Schals, Mützen & Co sind so schnell gestrickt und ich habe jetzt auch schon so viele, dass es Zeit für ein größeres Projekt wurde. 

Ein warmer Strickpulli sollte es werden. Schwarz-weiß, am liebsten mit Muster (nicht dass ich wieder so schnell damit fertig bin).  Hier meine Inspirationen, die ich wie immer auf Pinterest gesammelt habe.

Quelle: Pinterest

Ich bin bei meiner Suche nach einem Pulli Strickmuster über eine Seite namens Drops Design gestolpert. Anleitungen über Anleitungen, alle kostenlos und obwohl viel Schönes dabei ist, wurde ich nicht fündig. Dann hab ich verstanden, dass die eigentlich Wolle verkaufen und das ziemlich preiswert. Noch dazu gab es eine „Alpaka Party“ Aktion mit 30% Rabatt auf Alpaka Wolle – da musste ich dann zuschlagen.

Zugegeben, der Preis von 2,15 € pro 50g war so günstig, dass ich mich frage, wo der Haken ist. In den FAQ der Herstellerseite steht, es läge an den großen Mengen, die sie verkaufen, dass sie so günstig sind. Und dass die Herstellungskosten in Peru niedrig sind. Okay. Ich hoffe, den Alpakas geht es gut. Die Wolle fühlt sich nämlich superkuschelig an, ist leicht und flauschig und ich kann sie tatsächlich auf der Haut tragen. Und verstricken lässt sie sich auch gut. Einziger Nachteil ist die Handwäsche, aber bei nicht vorbehandelter Wolle muss man das in Kauf nehmen.

   

   

Ohne eine Anleitung gefunden zu haben, beschloss ich, mir frei Schnauze den Herringbone Rollkragenpullover zu stricken, den ich auf Pinterest gefunden hatte, allerdings nicht so oversized. Ich habe eine Maschenprobe gemacht und einen passenden Pullover ausgemessen und dann konnte es losgehen. 

Trotz Nadelstärke 3 und der Tatsache, dass ich nicht Fair Isle stricken kann, sondern die Fäden beim Muster immer abwechselnd auf den linken Zeigefinger wickle, hab ich „nur“ 3 Monate gebraucht bis zur Fertigstellung aber das ist auch gut, denn jetzt wo es endlich schneit, kann ich ihn ja auch gebrauchen. 

Nochmal zurück zu den „Trends“. Zum Glück bin ich alt genug, dass mir Trends eigentlich völlig egal sind – Trendtiere sowieso. Und ein handgestrickter Pullover ist ein Kleidungsstück, das besser nicht so schnell aus der Mode kommen sollte – es wäre schade um die Arbeitsstunden. Mit einem schwarz-weißen Herringbone bin ich hoffentlich safe, beides kommt nie aus der Mode!  Beweis: als ich im Oktober mit den Anfängen des Projekts bei meiner Oma saß und strickte, war sie – gerade 93 geworden – so begeistert von meinem Muster, dass sie sich am liebsten gleich auch so einen Pulli gestrickt hätte. Davon ausgehend werde ich das gute Stück wohl so ca die nächsten 50 Jahre tragen können. 

Verlinkt: RUMS, Auf den Nadeln

Upcycling Stories #1 – Denim Patchwork Sweater

Immer im Januar hab ich den Drang zum Ausmisten. Aber ich bringe es nicht gut fertig, Kleidung weg zu schmeißen. Sogenannte „Kleiderspenden“ Container sind leider keine gute Lösung. Denn der größte Teil der dort gespendeten Kleider wird verkauft, exportiert und richtet in den Zielländern ziemlichen Schaden am einheimischen Textilgewerbe an. Zum Teil sind diese Container sogar illegal aufgestellt und dienen einzig den kommerziellen Interessen einer undurchsichtigen Müllmafia.

Wohin mit dem Zeug? Ich tausche und verschenke im Freundeskreis, manchmal wird auch was auf Kleiderkreisel verkauft. Und eine ganze Menge wandert in Kisten für zukünftige Upcycling Projekte. Und da mir so langsam der Platz ausgeht, lege ich jetzt endlich los mit der Wiederbelebung meiner alten Sachen.  The future is now! 

Los geht´s mit den alten Jeans. Das liebste Kleidungsstück der meisten Menschen hat leider so gar keine gute Ökobilanz. Ein guter Grund also, den Teilen, die nicht mehr passen oder irreparabel durchgetragen sind, zu neuem Glanz zu verhelfen.

Im Dezember hatte Greenpeace weltweit zu der großartigen „Make Something Week“ aufgerufen. „Buy nothing – make something“ lautete das Credo. Ich hatte mich für den Berliner Event als freiwillige Helferin an den Nähtischen gemeldet und durfte dann am Jeans Upcycling Tisch assistieren, der vom Label „Bridge and Tunnel“ geleitet wurde. Ein sehr tolles Label wie ich finde! Sie verarbeiten tonnenweise Jeansabfälle, getragene und auch ungetragene Hosen aus Fehl- und Überproduktionen. Und machen wunderschöne Taschen, Rucksäcke und auch Kleidung daraus – wie z.B. diese hübschen Sweater

Eine tolle Inspiration. Ich besitze exakt zwei warme Sweater, einen mit und einen ohne Kapuze. Irgendwie nicht so ganz mein Stil, aber gerade im Winter sind das schon angenehm kuschelige Kleidungsstücke. Und aus unerfindlichen Gründen habe ich auch inzwischen einen recht ansehnlichen Stapel an Sweat Stoffen gelagert. Weil mir mein Patchwork-Pulli nach dem Bernette Freebook so gut gefällt, habe ich mich entschieden, diesen nochmal mit Jeans-Patchwork umzusetzen.

Jeans Patchwork ist übrigens total en Vogue wie ich feststellen durfte. Sogar Victoria Beckham (seit wann ist die Modedesignerin?!) hat letzten Herbst eine Jeans Patchwork Kollektion vorgestellt. Vermutlich aber nicht aus bereits getragener Kleidung. Einzelne Teile sind ganz cool, aber von Kopf bis Fuß ist mir der Look ein bißchen too much. 

Statt fließend fallendem Wolljersey kam diesmal ein grauer Wintersweat mit flauschiger Innenseite zum Einsatz. Mit der Passe bin ich total glücklich, ich finde das ist ein kleines Kunstwerk auf meinem Pullover. Allerdings würde ich den Schnitt nicht nochmal für so einen dicken Stoff verwenden. Besonders stört mich, dass die Ärmel aus 2 Schnitteilen bestehen und dann eine bollige Naht auf der Oberseite haben. Bei meinem anderen Pulli fällt das aufgrund der Farbe und des leichteren Materials nicht so auf. 

Falls euch mein Pulli gefällt und ihr auch einen Patchwork Pulli nähen möchtet, lasse ich euch gern noch ein paar Inspirationen hier, die ich gesammelt habe.

 

 

 

 

 

 

Diese beiden Modelle von BurdaStyle finde ich super!

 

Und Pinterest ist sowieso die beste Inspirationsquelle ever!

Ich werde euch von nun an über meine Upcycling Projekte und Ideen in den „Upcycling Stories“ auf dem laufenden halten und hoffe dass es die ein oder andere Leserin interessiert. Es wird dafür keinen festen Zyklus geben, da ich mir nicht unbedingt Druck machen möchte, um selbst auferlegte Termine einzuhalten.

Habt ihr auch schon ausgemistet und Teile dabei, die ihr vielleicht wiederbeleben wollt? Ich freu mich schon auf den Austausch mit euch!

Verlinkt: RUMS, EiNaB, Upcycling Linkparty, Kostenlose Schnittmuster Linkparty, Mount Denim adé

 

30+5 / Ein guter Schnitt?

Puh. Ja. Wie ist denn das passiert – schon Januar? Wahrscheinlich hats eh keiner gemerkt, aber im Dezember konnte ich meinem kleinen Blog leider keine einzige Naht oder kurze Zeile widmen. Begonnen hatte alles noch so schön, mit einem Kurzurlaub an den Vierwaldstätter See in der Schweiz, wo ich traumhaft verschneite Natur, urgemütliche Weihnachtsmärkte und mein allererstes Käsefondue genießen konnte.

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Zackzack Zickzack Mütze

Zu meinem schon hier gezeigten wunderschönen blau-weißen Ikat Loopschal fehlte eine passende Mütze, denn mit unzusammenpassenden Sachen geh ich nicht aus dem Haus. Damit ich den Loop also nicht nur im Wohnzimmer trage, musste eine Mütze her. (Eigentlich stricke ich zur Zeit an einem Alpaca Pullover, aber eine kleine Abwechslung schadet ja nicht.) Spontan ohne Anleitung hab ich mich für ein Zickzackmuster entschieden, weil die Kopfbedeckung auch ein bißchen Ikat Look haben sollte. Baumwollgarn, 4er Nadeln, das ging zackzack. Ruckizucki. Ratzfatz. Hach, hat die deutsche Sprache schöne Ausdrucksformen 🙂

  

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Meine perfekte Jeans

Jetzt wollte ich es aber wissen. Nach den Schwierigkeiten mit der Paßform eines fertigen Jeansschnitts (wie im letzten Beitrag berichtet) hatte ich mir in den Kopf gesetzt, endlich eine perfekt passende Hose für meine Körpermaße hinzubekommen. Vor allem, weil Jeanshosen nähen wirklich ein Aufwand ist, der sich nur lohnt, wenn man das Resultat auch gerne trägt. Und – wozu näht man denn – wenn nicht auch deshalb, dass man sich die Kleidung auf den Leib schneidern kann? Ich wollte auch verstehen, WAS ich denn an einem gekauften Schnitt anpassen muss, um dahin zu kommen, dass es passt und solche Aktionen wie „überall ein paar cm wegnähen bis es halbwegs geht“ der Vergangenheit angehören. 

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Jeans ohne Stretch auf Probe

So. Ein weiterer Punkt in meiner Nähbloggerkarriere ist abgehakt – ich habe ein neues Schnittmuster vor seiner Veröffentlichung probegenäht. Es war sehr interessant, mal hinter die Kulissen zu schauen, wie sowas abläuft, aber ich glaube eher nicht, dass ich in Zukunft zur fleißigen Riege der Probenäherinnen zählen werde. Denn außer dem Nähen selbst geht da auch noch ganz schön Zeit für die „Nähgruppe“ auf facebook drauf und wenn man fertig ist, zeigen alle am gleichen Tag den gleichen Schnitt beim RUMS. Ich bin als Leser ja oft dadurch gelangweilt, wenn ich so viel vom selben zu sehen bekomme. In dem Fall ist es dennoch ganz spannend, denn wir haben eine Jeans genäht, ein Kleidungsstück, das ja doch fast jeder trägt und daher vielleicht auch viele anspricht. Und Bestandteil der Arbeit, sich eine passende Jeans zu nähen, ist die Anpassung an die persönlichen Maße. Das ist ein Grund dafür, dass total unterschiedliche Hosen mit diesem Schnitt entstanden sind. Ein weiterer ist die Kreativität der Nährunde: einige haben ihre Hosen auch noch gebleicht, mit Sandpapier bearbeitet oder Sprayfarbe benutzt oder sich eigene Stickmotive für die Gesäßtaschen ausgedacht. Richtig coole Dinger dabei.

Ich bin derweil nur mit meiner „Probehose“ am Start. 

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Refashioners 2017 – Teil 2

Puh, das war am Ende ne knappe Sache und hat noch eine Nachtschicht erfordert, aber ich habs „gerockt“ und jetzt bin ich fertig mit dem kompletten Anzugs-Umstyling für die internationale Näh Challenge „The Refashioners 2017“.

Eine superknappe Sache war auch der Umfang der Jacke, aus der nun ein Rock geworden ist – dank des Belegs, den ich noch rausklappen konnte, hab ich gerade so einen Rock herausbekommen. Dass ich den ohne Baucheinziehen und Luftanhalten überhaupt tragen kann, ist dem leichten Elasthananteil des Anzugs zu verdanken. Am Po hätte ich tatsächlich so 2-3 Zentimeter mehr Stoff vertragen können, das ist schon echt knackig.  „Refashioners 2017 – Teil 2“ weiterlesen

Refashioners 2017 – Teil 1

Die Refashioners – klingt irgendwie nach nem coolen Band Namen oder? Coole Mucke im Motown Stil und die Bühnenoutfits bestehen aus schönen 60er Jahre Klamotten. Wäre denkbar jedenfalls. Gibts aber so nicht. Die Refashioners sind die Nähnerds, die sich für die Challenge 2017 einen alten Anzug (Herren oder Damen) nehmen, zerlegen und ihm dann durch ein neues Design neues Leben einhauchen. Super Projekt. Auf dem Makery Blog haben im September bekannte BloggerInnen aus der ganzen Welt ihre Anzug Refashion Projekte vorgestellt. Und bis zum 31.10. kann nun noch jeder einen eigenen Beitrag einreichen entweder in einer fb Gruppe oder auf Instagram. Die Ergebnisse, die da bisher zu sehen sind, sind einfach der Hammer! Egal ob ich da jetzt noch mithalten kann, ich stell euch heute den ersten Teil meiner Challenge vor.  „Refashioners 2017 – Teil 1“ weiterlesen