Aus der Flickschusterei

Ich werde in letzter Zeit immer mal wieder von Bekannten gefragt, die mich nicht oft sehen, aber meine Social Media Präsenz wahrnehmen – ob ich jetzt eigentlich hauptberuflich Kleidung nähe. 

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Nee, das würde ich tatsächlich auch nicht wollen, bzw. möchte ich nicht davon leben müssen, bei den Preisen, die für Kleidung so als „normal“ gelten. Mein Hauptberuf als freiberufliche Grafikerin gibt mir mal mehr und mal weniger Freiraum für meine Nähprojekte. In den letzen Wochen war zum Beispiel Zeit ein knappes Gut. „Aus der Flickschusterei“ weiterlesen

Upcycling Stories #3 – Top aus alter Bluse und Stoffresten

Oha, Anfang des Jahres hatte ich große Pläne – aber meine Upcycling Stories haben tatsächlich schon seit Februar kein Update mehr bekommen. Ein Denim Taschen-Ufo wartet schon seit Monaten auf seine Vollendung und die Re-Fashioners Challenge 2018 steht vor der Tür. Ich muss mal schauen, ob mir zum diesjährigen Thema was einfällt, denn es ist kein Ausgangsmaterial vorgegeben, wie letztes Jahr der „Suit“ sondern man wird aufgefordert sich ein Outfit zu suchen von dem man besonders inspiriert ist – z.B. vom Laufsteg, roten Teppich oder aus einem Film. Die Aufgabe ist dann, sich dieses Outfit aus alter Kleidung zu kreieren – das Motto 2018 lautet „Inspired By“. Bevor im Oktober der Wettbewerb für alle eröffnet wird, stellen im September ausgewählte Blogger aus aller Welt ihre Interpretationen vor, eine davon ist die Wahlberlinerin Damar Rivillo, eine sehr kreative Upcycling Expertin, der ich auf Instagram schon länger bewundernd folge. Vor allem ihre stop-motion Verwandlungsanimationen sind sensationell. 

Damar hat letzte Woche ganz kurfristig zu einer 3-Tages Upcycling Challenge aufgerufen und dafür den Teilnehmern das Schnittmuster ihres megaschönen #NipaTop zur Verfügung gestellt. Ich hatte tatsächlich eigentlich überhaupt keine Zeit und ganz andere Pläne (nämlich die Babykollektion für meine letzten Dienstag geborene Nichte fertig stellen). Aber ich konnte nicht anders, als die Challenge dazwischen zu schieben und eine Nachtschicht dafür einzulegen. Ich finde dieses Top mit den zauberhaften Patchwork Ärmeln einfach zu schön.

Als erster Teil der Challenge sollten 3 mögliche Optionen gefunden werden, aus denen man das Top nähen könnte. Es mussten 3 verschiedene Stoffe sein, nur die Materialdicke in etwa ähnlich. Von Monochrom bis wild gemustert – alles erlaubt. Außer dehnbare Jerseystoffe. Weil man damit erstens nicht gut patchworken kann und zweitens der Schnitt für Webware ausgelegt ist, mit Abnähern im Vorderteil und eingehaltenen Ärmeln. Und natürlich soll das Ausgangsmaterial aus alten Klamotten oder Stoffresten sein – sonst wär es ja kein Upcycling. Tja, das meiste aussortierte Zeug bei mir ist aus Jersey, so wahnsinnig viel war da nicht zu holen. Aber dann fiel mir doch noch eine Pünktchenbluse in die Hände (einst ein Second-Hand Kauf), die mir einen Ticken eng war und bei der immer die Mini-Knöpfe von alleine aufgegangen sind und unfreiwillige Einblicke geboten haben (ja, das ist peinlich). Und einige schon ca 15 Jahre alte Sommerhosen aus Leinen von H&M sind noch aufgetaucht. Und Stoffreste. Jede. Menge. Stoffreste. 

Option 1: Pünktchenbluse aus Polyester, Viskose vom Shorts Unfall, noch ein Viskoserest mit Muster 
Option 2: Weiße Leinenhose, Spitzenborte (von einer Tischdecke gerettet), Netzstoff (aus Ikea Kissen)
Option 3: Braune Leinenhose, Satinreste in Mint und Kupfer

Ich fand alle drei super, aber hab mich für die erste Option entschieden. Damar hatte einen praktischen Arbeitsbogen vorbereitet, auf dem man dann die Aufteilung der Stoffe einzeichnen und sich beim Zuschnitt entsprechend orientieren konnte. Mein Pünktchenstoff war zu knapp, die Bluse wie gesagt eng und ich habe zum einen über die Seitennähte hinaus zugeschnitten (und jetzt 2 Seitennähte im Top) und musste oben ein Stück schwarzen Stoff ansetzen. Und ehrlich – ich habe nichts ausgemessen! Dass die Kante der Blende hinten nachher exakt mit dem Ärmelstreifen zusammenpasste, war Zufall. Ein sehr glücklicher, zugegeben. 

Ich bin so verliebt in die Rückseite des Tops, ich hab mich kurz geärgert, dass ich dieses Muster nicht für die Vorderseite genommen habe. Aber nach dem Fotoshooting mit verschiedenen Kombis bin ich damit komplett zufrieden wie es ist. Am besten gefällt mir das Top mit schwarzem Unterteil, aber auch Jeans geht (klar, immer). 

In den Kommentaren von meiner verunglückten Shorts von letzter Woche bekam ich den Tip, die Shorts mit einem Oberteil aus dem gleichen Stoff anzuziehen. Ich habs ausprobiert mit dem Nipatop und fand die Optik tatsächlich auch gar nicht verkehrt. Wenn ich den Bund einmal nach unten umgeschlagen habe, sogar echt vielversprechend. Außerdem konnte ich nicht mit gutem Gewissen einen  Blogbeitrag zum Thema Upcycling machen und die gerade erst neu genähte Hose in die Tonne schmeißen (hätte ich ja nicht gemacht, aber eine Schrankleiche wärs geworden).

Also war klar, die Shorts brauchte den Nahtauftrenner. So schwer war es dann gar nicht – nur den Bund einmal abtrennen, ca 5 cm von der Hose abschneiden und neue Bundfalten abnähen. Ich habe diesmal statt einer großen 3 kleine gemacht pro Seite. Inspiriert von der Julika Shorts, bei der das so schön aussieht. Dann den Bund wieder dran. Und tadaaaaa:

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich diese Hose tragen werde, ist enorm gestiegen! Mit einem Vorher-Nachher Foto verabschiede ich mich nun und wünsche allen einen schönen Sonntag! 

Verlinkt: Women on fire, Upcycling Linkparty, Einfach nachhaltigMe Made Mittwoch

 

 

Tote Hose – R.I.P.?

Am Ende der Hitzewelle hab ich es tatsächlich geschafft, mir noch eine super luftige Shorts aus schwarzer Viskose zu nähen. Streichen wir an dieser Stelle mal das „super“, denn außer luftig fällt mir leider kein positives Adjektiv ein zu dieser Kreation. Also – wer hat nochmal behauptet „schwarz macht schlank“? Das war ganz sicher die Lügenpresse. Und hier hab ich den Beweis: 
  

Was ist passiert?! Eigentlich wollte ich einen Allrounder haben – eine Shorts die gut kombinierbar ist und auch mal etwas mehr „angezogen“ aussieht. Ich dachte nicht, dass ich mich mit einer kurzen Hose aus fließender schwarzer Viskose optisch so „vergrößern“ kann. Und leider liegts auch nicht an meiner Kamera, denn aus der Foto-Optik kenn ich den Begriff „tonnenförmige Verzeichnung“, der hier ganz gut passt. (man kennt das vom Türspion) 😉Bildergebnis für tonnenförmige verzeichnung
Es liegt ganz sicher am Schnitt. Der ist aus einer Fashion Style Zeitschrift vom Juni 2017. Ich habe eine Größe 38 genäht. Aber das ist nicht das, was ihr hier seht. Denn noch bevor ich den Bund angesetzt habe, hab ich an den Bein-Innennähten und der Schrittnaht so viele Zentimeter weggenäht, dass das jetzt mindestens eine 34, eher 32 sein müsste…. was mir ja theoretisch viel zu eng wäre. Das sah dann halbwegs aus, ich hatte gehofft mit Bund dran würde das alles schon werden. Aber ehrlich gesagt, ich find das Teil schrecklich. Wie Guido von Shopping Queen sagen würde: das tut einfach nichts für mich. 
Von hinten ist die Optik – wie zu erwarten – auch überhaupt nicht besser. 

Einzig die Seitenansicht ist überraschend ok.

 

So (anders) sah das in der Zeitschrift aus:

Es kann auch z.T. noch an meiner Stoffwahl liegen, denn das Modell im Heft hat etwas Stand und ist nicht so sackig. Und bei mir ist der Sitz auch weiter oben in der Taille, auf dem Foto der Zeitung sieht das mehr nach Hüfte aus. 

Ich habe ja jetzt zum Glück bis zur nächsten Sommersaison Zeit, mir zu überlegen was ich damit mache. Bund wieder abtrennen und nochmal enger und etwas tiefer nähen könnte ich versuchen. Vielleicht findet sich auch jemand, dem sie besser passt oder steht, aber wem soll ich das scheußliche Ding andrehen? Kleiderspende? Schade und ärgerlich. Aber zum Glück das erste/einzige Projekt in diesem Jahr, das so keinen Platz in meinem Kleiderschrank finden wird. Ich hab überlegt, ob ich mich damit überhaupt auf dem Blog zeigen möchte, aber bin zu dem Schluss gekommen: auch die Flops gehören dazu beim Nähen. 

Außerdem möchte ich wenigstens eine wichtige Schnittmusterwarnung herausgegeben haben 😉

Die Schlankmach-Tricks beim Fotografieren: leicht schräg hinstellen oder ein Oberteil dazu tragen, das noch weiter ist als die Hose und deshalb selbige etwas schmaler erscheinen lässt…

Ich verlinke mich bei „Women on fire“ 

Gingham Style

Meine Blogartikel schreibe ich ja immer auf deutsch, aber auf Instagram versuche ich, meine Posts der internationalen Näh-Community zu präsentieren. So lerne ich immer wieder neue Begriffe aus dem englischen Nähvokabular. Heute: Gingham! Das ist ein einfaches klassisches Karo Webmuster. Im deutschsprachigen Raum kennt man das als Vichy-Karo und es kommt eigentlich nie ganz aus der Mode. Mein Tanzkurs Abschlußkleid (Anfang 90er) war ein Rock’n Roll Outfit mit schwarz-weißem Vichykaro Petticoat Rock. Von Mama genäht. <3
Als ich über die Titelzeile meines Beitrags gegrübelt habe und Ideen wie „Karo-Sommerbluse“ oder „Nicht kleinkariert“, „Bayrisches Cowgirl“ alle komplett bescheuert fand, musste ich auf die englische Bezeichnung ausweichen. Gingham Style! Klingt ja wohl total angesagt. Und ja, so ähnlich wie Gangnam Style. Ist nicht nur mir aufgefallen, denn meiner Eingebung folgend, das mal zu googeln, fand ich dieses entzückende Video eines US Stoff-Labels, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Lachen ist schließlich gesund. 

Den Stoff fand ich neulich in meinem Kurzurlaub in Holland in einem ganz kleinen Stoffladen. Es war ein Reststück für unglaubliche 3,50 € und nicht mal ganz ein Meter. Material ist Baumwolle, evtl noch mit Leinen gemischt, aber das weiß ich nicht genau. Farbe dunkles navy mit weiß. 

In letzter Zeit sind mir einige andere handmade Projekte mit Karo aufgefallen, z.B. das Top von Sewionista oder das Kleid von Grüne Blume
Mit meinem Mini-Rest konnte es aber nicht wirklich viel werden außer ein kurzes Top oder eine Shorts. Ich hab mich für ersteres entschieden und bei meiner üblichen Pinterest Inspirationsdaddelei fand ich viele Teile mit Rüschen und Volants schön – man sieht also, die Gewöhnungsphase ist abgeschlossen. 

Ruffled One-Shoulder Gingham Top Gingham Off Shoulder Top | LivvyLand
Ich fürchte, ich fange an euch zu langweilen, denn schon wieder habe ich für dieses Projekt auf ein kostenloses Schnittmuster des spanischen Blogs Oh Mother Mine DIY zurückgegriffen. Es brauchte ein paar Änderungen, ich habe das Hauptschnittteil einige Zentimeter enger, dafür dann einige länger zugeschnitten und genäht. Außerdem hatte der Volant irgendwie nicht durchgehend die gleiche Breite, das habe ich angepasst und dann am Ärmel noch Gummiband eingearbeitet. Ich finds super, das Top ist flexibel zu stylen – im Wiesn Look  mit Rock (Burdaschnitt) oder mit einer Marlenehose aus Leinenchambray (vom Flohmarkt) oder Skinny Jeans. Ich mags. 

    

    

Wie trendy der Gingham Style tatsächlich ist, hab ich heute auf dem roten Teppich gesehen bei der Deutschlandpremiere von „Das schönste Mädchen der Welt“ – Anke Engelke war mit einem Gingham Rock am Start. . Ich dachte vorher, naja ein Teenie Film, aber ich hab mich keine Sekunde gelangweilt, im Gegenteil, ich wurde zurückversetzt zu meiner eigenen Klassenfahrt nach Berlin, anno 1991… hach. 

Weil es gerade Donnerstag geworden ist, schaue ich wieder vorbei bei:
Du für dich und Sew La La

Sommer Capsule Wardrobe

Auf Instagram bin ich letzte Woche über die Modechallenge #summer10x10 gestolpert. Die Idee: 10 Teile aus dem Kleiderschrank auszuwählen und sie 10 Tage lang in 10 unterschiedlichen Kombinationen zu tragen. Ich war zu spät um noch mitzumachen, aber ich hab so drüber nachgedacht, welche Teile ich wählen würde, wenn… warum nicht einfach alle meine  neuen Teile des Sommers 2018 nehmen und kombinieren? Wie viele sind das überhaupt? Ich zähl mal die Culotte vom Mai als erstes Sommerteil und komme auf 8 genähte Kleidungsstücke:
4 Oberteile, 1 Hose, 1 Culotte, 1 Shorts und 1 Rock.
Da kann man theoretisch ja nicht nur 10 Kombinationen finden sondern 4×4, also 16! Also, theoretisch, denn da müssten die Teile ja schon alle zusammen passen. 
Ein spannendes Gedankenspiel, das mich letztlich zu einer sehr verblüffenden Erkenntnis gebracht hat: völlig ungeplant und unbeabsichtigt habe ich mir eine sogenannte Capsule Wardrobe genäht! 
Ich konnte es selbst kaum glauben, denn sogar Kombinationen, auf die ich nie freiwillig gekommen wäre, sind total tragbar! 
Eine Capsule Wardrobe ist eine vernetzte Garderobe, die nur aus wenigen Kleidungsstücken besteht, die besonders gut untereinander kombinierbar sind. 

Glaubt ihr nicht? Ich zeigs euch.
Los geht´s mit der schwarzen Culotte

Lieblingsoutfit: No 4 mit dem Streifentop. Aber auch die mit dem Volanttop ist sehr lässig. 

Als nächstes – die weiße Mikkaela Bundfaltenhose mit Schleife:
Dazu gefällt mir No 2 am besten, das hellblaue Streifentop mit Spitze. No 4 ist auch gut, Streifen gehen immer, schwarz-weiß sowieso.

Dann der Paperbag Waist Rock
Hier kann ich mich nicht entscheiden und finde alle Outfits toll. Sogar das mit dem Kimono Top, das hätte ich wohl nie zusammen anprobiert. 

Und die Shorts aus Jeans machen auch alles mit: 
Wie ist das passiert – völlig zufällig oder doch nicht ganz? Ich habe wirklich kein Ergebnis diese Art geplant, sondern einfach immer spontan die Sachen genäht, die ich gerade Lust zum Tragen hatte. Es hat bestimmt etwas mit meiner Stiltreue zu tun, denn auch wenn ich hier und da Neues ausprobiere (Rüschen, Paperbag…), welche Farben mir stehen weiß ich genau und bei den Schnitten und Mustern bleibe ich gerne klar und minimalistisch und vermeide wild und bunt. Ich hatte durchaus schon buntere Modephasen in meinem Leben, aber derzeit ist mein Hang zur absoluten Reduktion auf schwarz, weiß und blau nicht zu übersehen. Gelb fehlt hier eindeutig, ist es doch meine Lieblingsfarbe. Aber für eine 10×10 Auswahl hätte ich ja noch 2 Kleidungsstücke frei – und gelbe Stoffe im Lager sowieso. 😉 Normalerweise hätte ich ja auch gesagt, Jacken gehören in die Sommergarderobe. Aber nicht 2018. 

Das Fotoshooting hat mich richtig geschafft: bei 35 Grad Außen- und 27 Grad Innentemperatur 16 Outfits bügeln, anziehen und fotografieren… (ok bis auf die paar, die ich schon in den letzten Blogposts hatte) solchen Wahnsinn verstehen sicher nur meine Bloggerkolleginnen. Und während ich kürzlich noch ein Loblied auf den Berliner Sommer sang, den ich eigentlich sehr genieße, muss ich dies inzwischen revidieren. Es ist mir zu heiß, ich bin auf die Insel Sylt geflohen und hab mir hier den frischen Nordseewind um die Nase wehen lassen.

(Noch mehr Fotos auf meinem Instagram Foto-Account) 

Und wer jetzt genug Outfitfotos gesehen hat, schaut lieber nicht auf die komplette Übersicht, von der ich selbst einfach nur total geflasht bin:

Sieht aus wie ein Memoryspiel und könnte als solches sogar recht knifflig werden 😉

Verlinkt: Sew La La, Du für Dich

Spitzenwetter – Spitzenideen

Weil ich mir mit zwischen dem letzten und vorletzen Blogpost etwas viel Zeit gelassen habe, mache ich es wieder gut und schreibe heute gleich wieder einen! 

Mein Stoffstapel mit Sommerprojekten ist recht groß, also Zeit ihn etwas abzubauen! Luftige Tops kann man gerade nicht genug haben, also habe ich mir eine ganz zarte gestreifte Baumwolle geschnappt, die ich aus Japan mitgebracht habe. Pinterest hat beim Inspiration suchen so viele schöne Ideen für hellblaue Streifentops ausgespuckt, ich konnte mich kaum entscheiden. Besonders süß finde ich die Kombi mit Spitze oder Stickmotiven. 

  

Da ich keine Stickmaschine habe, blieb mir ja nur die Spitzenidee. 😉
Flugs bin ich nochmal auf der tollen kostenlosen Schnittmustersammlung von „Oh! Mother Mine DIY“(spanische Tutorials) stöbern gegangen, (die ich bei meinem Viskosetop über YouTube gefunden hatte) und hab mich für dieses Modell mit zur Schleife gebundenen Trägern entschieden. Der Schnitt kam mir recht weit vor und ich hab daher den vom Viskosetop zum Vergleich aufgelegt und tatsächlich um 2-3 Zentimeter verschmälert. Wie beim anderen Top auch, habe ich außerdem in der Weite die Größe S und in der Länge die L zugeschnitten. 

Mein Stoff war tatsächlich so dünn, dass das vorgesehene halbe Futter nicht funktioniert hat, man hätte den Unterschied zum ungefütterten Teil nämlich stark durchgesehen. Also hab ich das Schnittmuster komplett gedoppelt und damit es kein Mustermoiré gibt für das Futter einen ebenso dünnen Ikea Gardinenvoile in cremeweiß aus dem Fundus verwendet. Doch sogar die Nahtzugaben sieht man durch und machen aus dem Streifenstoff ein Karo 😉

Die Träger hab ich absichtlich viel schmaler gemacht als im Schnitt, ich fand das passender zu der Spitze. Und die hatte ich auch im Fundus, einst erstanden auf dem holländischen Stoffmarkt. 

Kennt ihr das, wenn man sich dann so vorstellt, wie man das neu genähte Kleidungsstück stylen könnte und womit das zusammen passt, dass sich da neue Projekt auftun? Eine abgeschnittene abgewetzte Jeans wär nämlich toll dazu, die vielleicht auch noch mit Spitze aufgehübscht ist – sowas hab ich aber nicht. Aber alte Jeans, jede Menge… 

Aber ist ja nicht so, dass ich sonst nichts passendes Anzuziehen hätte:

Das Top ist hinten tiefer ausgeschnitten als vorne und insgesamt an Luftigkeit kaum zu überbieten. 

Eigentlich lag ja schon das abgepauste Schnittmuster und der gewaschene Stoff für eine schwarze dünne Viskoseshorts auf dem Tisch…. nun, man muss die Dinge nähen, wie sie kommen. 

Ich „brauche“ jetzt erstmal abgeschnittene Jeans Shorts. Der Stapel alter Jeans ist groß, aber leider leider sind die ja alle deshalb dort gelandet, weil ich nicht mehr reinpasse. Da nutzt auch das Abschneiden von Hosenbeinen nix (leider). Aber nach nochmaligem gründlichem Durchsortieren des Kleiderschranks fiel mir meine Maler- und Gärtnerjeans in die Hände. Na gut, dann die! Die sitzt jetzt zwar leider nicht grad luftig, aber geht zu 😉 

Die Jeansshorts war ein easy Projekt, schnippschnapp Beine ab (vorn etwas kürzer als hinten, hab ich mir von ner gekauften abgeschaut). Die Seitennähte ein Stück aufgetrennt, Nahtzugabe doppelt eingeschlagen und an die Vorderbeine jeweils ein Baumwollspitzenband mit angesteppt. Die Spitze hätte nicht gereicht für umlaufend, aber mir gefällt es so tatsächlich auch ganz gut. 

Vorstellung und Realität können ja schonmal auseinanderklaffen. Und ich musste verwundert feststellen, dass meine Spitzenidee ja ganz nett geworden ist. Aber nett ist bekanntlich der kleine Bruder von Scheiße. 

Viel besser gefällt mir meine neue alte Jeans mit diesen Looks:

OT: Schade dass ich die schönen 70er Plateau Sandalen nur auf Fotoshootings tragen kann, die machen so schön lange Beine 😉 Aber laufen? Nope.

Auch das Top ist schicker in den anderen Styles. Tja, so kanns gehen. Und falls es nächste Woche immer noch so sommerlich ist, kommt die schwarze Viskoseshorts dran. Wenn nichts dazwischen kommt. 

Schnitte:
Streifen-Spitzen Top: Oh Mother Mine DIY, abgewandelt
Weiße Hose: Mikkaela, Schnittgeflüster
Paperbag Waist Skirt: Pinalina Tutorial
Sweatdenim Shorts: Julika, Prülla
Top mit Schmetterlingen: Diana Cami, Spit up & Stilettos (gibts nicht mehr)

Verlinkt: Sew la la, Du für dich, Upcycling Linkparty

Blitzschnell genäht: Paperbag Waist Skirt

Dieses Projekt ist echt ein Knüller – es ist kein Schnittmuster nötig, man muss nur ein Rechteck und einen Stoffstreifen zuschneiden und braucht ein Gummiband. Ein paar schnurgerade Nähte und zack, fertig ist ein stylischer Rock! Ich hab das Modell jetzt schon mehrfach bewundert, vor allem die Versionen von Verena und Vivien fand ich so toll, dass ich nun auch eine „Paperbag Waist Skirt“ Trägerin bin und mich beinahe als Fashion Victim fühle.

Dafür dass man das so schnell genäht hat, hab ich allerdings trotzdem einfach mal ewig gebraucht, die Zeit dafür zu finden. Mein letzter Post ist schon einen Monat her und da war der Projektplan schon gefasst… gut ich war auch einige Tage in Holland, Seele baumeln lassen, Bootfahren, Fisch essen. Schön oder?
Und hatte dann so allerlei zu tun, den Sommer genießen hauptsächlich. Open-Air Kino, an der Spree sitzen, im See baden… Jetzt ist es inzwischen allerdings so heiß geworden, dass ich nicht mehr rausgehen mag aus meiner Altbauwohnung. Heute ist in Berlin die Autobahn gesperrt worden, weil der Asphalt geschmolzen ist. PUH!

Und wenn ich schon drin bleibe, kann ich natürlich die Zeit sinnvoll nutzen und endlich neue Sachen nähen, die so sommerlich luftig sind, dass ich nicht im Bikini raus muss. Jedes Stück Stoff ist ja schon zu viel. Ich hatte etwas Bedenken, wie mir das stehen wird – high waist mit viel Stoffgewickel an der Stelle, wo meine Taille mit Ü40 schon einen leisen Rückzug angetreten hat. 😉
Der Clou an meinem Paperbag Waist Skirt ist, dass er aus der selben Chambray Viskose genäht ist, wie mein Volant-Top vom letzten Post. Was zusammen getragen wie ein Kleid aussieht! Ich mag das ja total – Zweiteiler die wie Einteiler wirken, denn man hat so viel mehr  Outfit-Kombinationsmöglichkeiten und damit auch mehr Gelegenheiten, die Teile anzuziehen, wenn man sie separat näht. 

Ich glaube, für die Falten in der Taille ist Viskose eigentlich nicht die beste Wahl, denn der Stoff hat wenig Stand und ist auch knitteranfällig. Da hab ich mit Bügelstärke nachgeholfen.

Das Tutorial für den Rock von Pinalina hatte ich tatsächlich nur überflogen und so passierte es mir, dass ich keine zwei exakt gleichen Teile für vorne und hinten zugeschnitten habe, sondern im Stoffbruch gefaltet nur ein Teil. Und dann wusste ich nicht wohin mit der Naht – und hab mich für hinten entschieden. In echt sieht man das wirklich kaum – ich suche trotzdem beim Anziehen wo vorn und hinten ist, aber auf den Fotos fällt das Licht doch deutlich auf die Naht. Nunja, mich störts nicht weiter, denn wann seh ich mich schon von hinten 😉

Schnitte:
Rock – Tutorial von Pinalina
Weißes Top – gekauft
Chambray Top – Oh mother mine DIY 
Ikat Top – Leila Top, La Maison Victor (3/2015) 

Verlinkt: Kostenlose Schnittmuster, MeMadeMittwoch, Sewlala, Lieblingskleider

Sommer in Berlin

Dickes B, oben an der Spree – im Sommer tust du gut und im Winter tut´s weh.

Diese Liedzeile ist sowas von wahr! Deshalb ist es einfach keine gute Idee, Berlin im Sommer zu verlassen. Mach ich auch nicht. Wer hier öfter mitliest, weiß, dass ich schon im Mai auf Reisen war. Der heutige Me Made Mittwoch hat das Thema „Ich packe meinen Koffer“. Ich schwelge daher nochmal kurz in Erinnerungen, was so alles in meinem Koffer war – im Mai. Ich habe das genau dokumentiert, denn ich habe bei der internationalen Bloggerchallenge #MeMadeMay2018 mitgemacht. Viele haben das ja auch auf Instagram verfolgt (und mich bei der mühsamen täglichen Posterei bei Laune gehalten), aber vielleicht gibt es ja auch nicht Instagrammer unter meinen Lesern. 

Bis auf die Regenjacke und die Jeans/Jeansshorts – komplett selbst genähte Garderobe für einen ganzen Reisemonat. Nicht schlecht, finde ich.

Nicht selbst genäht, aber Handarbeit (Herstellungszeit ca 1,5 Jahre) war dieser Kimono, den ich im Shibori Museum in Kyoto für ein Foto anziehen durfte. Genauer: er wurde mir angezogen, in so ein Kleidungsstück kann man sich nicht alleine einwickeln.
Ich war selbstverständlich auch Stoffe shoppen in Japan und auf dem Rückflug war der Handgepäckskoffer voll mit diesen Schätzen:

Inzwischen sind alle Stoffe schon vorgewaschen und zum Teil sind auch schon Schnittmuster abgepaust, damit das sommerliche Material noch in dieser Saison zu ein paar Kleidungsstücken werden kann. 

Aber ich war ja letztes Jahr auch verreist und mein Stoffmitbringsel aus London wartete schon länger auf Verarbeitung: ein wundschön fallender und glänzender Viskose Chambray. Auf meiner „Inspirationen“ Sammlung für Chambray war dieses bezaubernde Top und das hatte ich mir dafür in den Kopf gesetzt:

Quelle Pinterest

Trotz Bergen von Schnittmusterheften und Ordnern voll Ebooks – es war keins dabei, das diesem ähnlich war. Auch das Suchen auf den gängigen Plattformen blieb erfolglos, bis ich dann bei YouTube fündig wurde! Ich  fühl mich ja echt alt, wenn sowas passiert – ganz ehrlich. Schnittmuster auf YouTube suchen? Das ist für mich irgendwie immer noch ein Musikvideo Kanal und manchmal guck ich auch Video Podcasts oder alte „Alf“ Folgen 😉

Mit dem Nähen verbinde ich es aber so null – obwohl Videoanleitungen ja wirklich nicht unpraktisch sind. Da ist es auch nicht schlimm, wenn man nur spanisch versteht (bzw kein spanisch) – man sieht ja, was man machen muss! Der Schnitt – Freebook – ist allerdings so easy, erfahrene Näherinnen kriegen das auch ohne Anleitung hin. Ich habe Größe S genommen, aber die Länge von Größe L und so ist es perfekt – keine weiteren Änderungen nötig. 

Wo ich jetzt schon mal angefangen habe mit den „trendy“ Klamotten – Rüschen und Volants, musste folgerichtig noch die passende Hose mit Bindeschleife dazu. In weiß. Dass ich dummerweise keinen geeigneten Stoff im 1000meterlangen Lager hatte und beim Maybachufer shoppen musste, sag ich euch einfach nicht. Und dass es dort keine längs gestreifte Viskose gab, damit ich mir noch eine weitere trendy Streifenhose mit Schleife nähen kann, kann man jetzt Glück oder Pech nennen 😉

Hier also mein Sommeroutfit für den Nichturlaub in voller Größe:

Der Hosenschnitt ist übrigens die „Mikkaela“ von Schnittgeflüster. Ich hatte nach Maßtabelle  die Gr. 38 zugeschnitten, aber das war doch sehr sehr weit und der Stoff eher steif, ich habe an den Seitennähten je 2,5 cm verschmälert (nach unten auslaufend zu 1,5 cm) 
Und weil ich mich erstmal an die vielen Volants und Schleifen gewöhnen muss (und in den passenden Schuhen nicht so gut laufen kann), zieh ich das Outfit heute mit normalem Ledergürtel und Leder-FlipFlops an. Auch schön. Oder?

Minimalistisch aufgerüscht

Ich spring ja nicht gerade schnell auf Modetrends an, viele kann ich auch einfach getrost auslassen. So, dachte ich, könnte ich auch mit den Rüschen verfahren. Aber die sind jetzt schon seit 3 Jahren „in“ und so langsam hat sich mein Auge dran gewöhnt und findet das ein oder andere Modell mit Rüsche oder Volant sogar halbwegs schön – also, vorausgesetzt es ist nicht auch noch rosa. 😉


Auf meiner letzten Bahnreise konnte ich das Angebot an Nähzeitschriften im Bahnhofskiosk eingehend studieren und ich habe ein Heft gekauft, in dem es gefühlt eigentlich nur Schnitte mit Rüschen gibt. Wieso?

Weil es ein Top enthält, das ich – und das ist eine absolute Premiere in meiner 30jährigen Nähkarriere – exakt genau so haben wollte, wie abgebildet. 

Ich finde die Rüsche gibt dem einfachen Trägertop das gewisse Etwas – ein kleiner Hingucker, der das Teil etwas weniger sportlich aber trotzdem lässig macht. Der passende Stoff lag auch schon zuhause, aus dem Lebenskleidung Lagerverkauf. Und das ist die kleine Abweichung, mein Stoff ist offweiss/navy gestreift und nicht schwarz/weiß. Ha!

Die Rüsche ist in diesem Fall so mini, wäre sie nicht längs gestreift, würde sie ja kaum auffallen. Dafür ist sie aber auch nochmal hinten, was ich mega schön finde!

Ich hatte mich noch gefragt, ob ich da wirklich den Schnitt brauche oder einfach den von meinem letztes Jahr drei mal genähten Leila Top aus der LMV nehme und zurecht bastle. Aber Leila war aus Webstoff mit Abnähern und dieses Top aus Jersey – man weiß nie und sicher ist sicher. 

Also ich fang mal mit dem Pluspunkt des ‚Mein Style‘ Schnittes an: ich hatte ein Schnittteil für die Rüsche und die Träger, die auch in der Länge perfekt gepasst haben. Das Hauptschnitteil musste ich aber ganz schön anpassen. Der Armausschnitt war zu hoch, es gab zu viel Stoff und Falten unter den Armen und ich hab einige Zentimeter von dort auslaufend zu den vorderen Spitzen weggeschnitten. (Abnäher wollte ich wegen den Streifen einfach nicht haben). Außerdem war das Top tatsächlich viel weiter als bei meinem Leila Schnitt für nicht dehnbare Stoffe. Ich hab es erstmal so genäht wie vorgesehen, dann aber nach der Anprobe die Mehrweite wieder komplett rausgenommen – und es ist immer noch luftig.

Damit die Armausschnitte nicht ausleiern und dann doch wieder zu weit sind, habe ich vor dem Absteppen ein Nahtband aufgebügelt, so dass sich hoffentlich nichts verzieht. Die Trägerteile haben mich die meisten Nerven und Zeit gekostet, denn der Jersey hat sich quer zugeschnitten eingerollt wie verrückt, ich hab so viel Bügelstärke gesprüht, bis das Bügelbrett klebrig wurde. 

Damit es ordentlich wird, hab ich alles mit Reihfaden am Ausschnitt fixiert und dann mit der Zwillingsnadel abgesteppt. Die Stichlänge hatte ich zu klein eingestellt, aber als es mir auffiel, war schon die Hälfte genäht und Auftrennen nicht so verlockend. Die Rüsche hatte vorher mit der Overlock Maschine einfach einen Rollsaum bekommen. Dafür musste ich mich zwar erstmal durch die Anleitung der Maschine wursteln weil ich es noch nie gemacht hatte, aber es war keine große Sache. 

Insgesamt hab ich mich doch sehr gewundert, wie zeitaufwändig das kleine Teilchen war. Dafür dass es aussieht wie mal schnell für den Alltag geshoppt… . Aber es reicht mir auch, wenn nur ich weiß, dass es hand & tailor made und aus Biostoff ist. 
Aber alle wissen: #streifengehenimmer und deshalb hat das Top unzählige Kombipartner in meinem Schrank. Besonders mag ich es zusammen mit meiner mintfarbenen Skinny Jeans

Ich bin mir sicher, dass dies ein oft getragenes Kleidungsstück wird, deshalb war es auch die zeitraubenden Frickeleien wert. Dazu passend am Ende noch ein kleiner Absatz zu meinem Zwischenfazit vom Projekt #2018DIYdontBuy: es fällt mir wie erwartet nicht schwer, nichts zu shoppen. Aber da ich auch keine Second Hand Teile mehr vom Flohmarkt mitnehme, für die ich keinen Aufwand habe und nur ein paar Euro ausgeben muss, stelle ich fest, dass ich mir viel besser überlege, welche Kleidungsstücke ich wirklich in meiner Garderobe haben und anziehen möchte. Schrankleichen mag niemand, wenn sie aber nur 3 Euro gekostet haben und unter „nachhaltigen Konsum“ fallen, ist das ja empfunden nicht so schlimm, wie Arbeit, Zeit und hochwertigen Stoff zu investieren in Kleidung, die nicht getragen wird. Das find ich ist ein toller Effekt – im Sinne von Vivienne Westwoods Zitat „Buy less, choose well, make it last“. 

Ich verlinke mich heute bei 
Sew La La, WoF, Du für Dich, Ich näh Bio, Bio-Linkparty, 2018DIYdontBuy

Kimono Top aus Patchworkstoffen

Es gibt so tolle Stoffe in Japan! Insbesondere die schlichten grafischen Muster haben es mir angetan. Vor 2-3 Jahren hatte mir meine Mutter bereits zwei hübsche Fatquarter mit traditionell japanischen Mustern von ihrer Japanreise mitgebracht. Eigentlich sind das Patchworkstoffe, bedruckte Baumwoll-Webware, je 50×55 cm groß. Ich hatte zur Verwendung schon hin- und her überlegt, eigentlich ist sowas prädestiniert für Kissen – aber ich hab schon schöne Kissen. Und habe mir deshalb in den Kopf gesetzt, es muss auch irgendwie zu Kleidung werden können. 

Für ein normales Top sind 50 cm aber zu kurz – bauchfrei ist nicht, bei mir zumindest nicht. Irgendwie stolperte ich eines Tages über den Schnitt „Charlotte“ von Seamwork und dann war klar – so ein Teil wird es werden! Ursprünglich stand es auf meiner Nähliste vor meiner Reise, aber ich hatte ja schon berichtet, dass ich einiges einfach nicht mehr geschafft hatte. 

Natürlich sieht das Top deshalb auch besonders interessant zu meinen japanisch inspirierten Culotte Hosen aus. 

Über den Schnitt hab ich geflucht, denn der war vieeeeel zu groß bemessen. Genäht habe ich size 6 – eine 36. Hätte eigentlich passen sollen, aber vielleicht sollte er aus flatterigem Stoff genäht werden und nicht aus so festem, denn ich hab zentimeterweise enger genäht, an allen Nähten. 
Und kürzer sowieso, es ging ja nur exakt so lang, wie meine Stoffe lang waren. 

Ansonsten ist der Schnitt nicht kompliziert zu nähen und ich hab das Top am Ende auch genau so hinbekommen, wie ich es mir vorgestellt hatte. 

Es kombiniert sich natürlich auch mit schmaleren Hosen. Hier noch ein kleiner Seiten-Einblick, denn von vorn sieht man den zweiten gemusterten Stoff kaum. 

Hosenschnitte:
Gelbe Culottes / Simplicity 8092
Schwarze Culottes / Freebook So Sew Easy
Baggy Jeans mit Jerseybund / Burda Schnitt Sommerhose 08/2011 #102B
Schmale Hose cremeweiß / Velara Patternhack

So, jetzt schaue ich endlich mal bei den ganzen neuen Linkparties vorbei, die es jetzt am Donnerstag gibt und schau mich da mal um!
Women on fire, Du für dich am Donnerstag und Sew La La